Kaufmann /​ Kauffrau für Büromanagement

Formelsammlung

Alle Rechenwege für die Abschlussprüfung. Zu jeder Formel eine kurze Erklärung und eine Beispielaufgabe zum Nachrechnen.

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Handelskalkulation

SchrittBezugVerkauf
Listeneinkaufspreis (LEP)LANGSAM
Rabatt (Lieferer)RENNT
=Zieleinkaufspreis (ZEP)ZOE
Skonto (Lieferer)SICHER
=Bareinkaufspreis (BEP)BIS
+Bezugskosten (BZK)BADEN
=Bezugspreis (BZP)BADENBERND
+Handlungskosten (HK)HAT
=Selbstkosten (SK)SICH
+GewinnGESTERN
=Barverkaufspreis (BVP)BEIM
+KundenskontoKEGELN
=Zielverkaufspreis (ZVP)ZWEIMAL
+KundenrabattKOMPLETT
=ListenverkaufspreisLANGGELEGT.

Eselsbrücke · Bezugskalkulation

LANGSAM RENNT ZOE SICHER BIS BADEN BADEN.

Eselsbrücke · Verkaufskalkulation

BERND HAT SICH GESTERN BEIM KEGELN ZWEIMAL KOMPLETT LANGGELEGT.

Zielverkaufspreis (Kundenskonto)

Barverkaufspreis × 100(100 − Kundenskontosatz)

IM Hundert: Das Skonto rechnet sich vom Zielverkaufspreis, den du erst suchst, nicht vom Barverkaufspreis, den du hast.

Erklärung und Beispiel

Gewährst du dem Kunden Skonto, muss es im Preis schon enthalten sein. Sonst zahlt er weniger, als du kalkuliert hast.

In der Prüfung: Gerechnet wird IM Hundert: Das Skonto bezieht sich auf den Zielverkaufspreis, den du erst suchst, nicht auf den Barverkaufspreis, den du hast. Der Zielverkaufspreis ist 100 %.

Beispielaufgabe

Der Barverkaufspreis beträgt 245,00 €, dem Kunden werden 2 % Skonto eingeräumt. Wie hoch ist der Zielverkaufspreis?

245,00 € × 100 ÷ (100 − 2) = 250,00 €Probe: 2 % von 250,00 € sind 5,00 €, bleiben 245,00 €.

Listenverkaufspreis (Kundenrabatt)

Zielverkaufspreis × 100(100 − Kundenrabattsatz)

Ebenfalls im Hundert. Der Listenverkaufspreis ist 100 %, der Rabatt geht davon ab.

Erklärung und Beispiel

Der Preis, der in der Preisliste steht. Der Rabatt, den du dem Kunden später abziehst, muss darin stecken.

In der Prüfung: Ebenfalls im Hundert, und aus demselben Grund: Der Listenverkaufspreis ist 100 %, der Rabatt geht davon ab.

Beispielaufgabe

Der Zielverkaufspreis beträgt 250,00 €, dem Kunden werden 20 % Rabatt gewährt. Wie hoch ist der Listenverkaufspreis?

250,00 € × 100 ÷ (100 − 20) = 312,50 €In den Heften heißt der Rabatt oft Wiederverkäuferrabatt.

Kalkulationszuschlagssatz (KZS)

(Bruttoverkaufspreis − Bezugspreis) × 100Bezugspreis

Rechnet in einem Schritt vom Bezugspreis zum Brutto-Verkaufspreis: Handlungskosten, Gewinn und Umsatzsteuer stecken darin.

Erklärung und Beispiel

Er fasst die ganze Verkaufskalkulation in einer Zahl zusammen: Handlungskosten, Gewinn und Umsatzsteuer stecken darin. Damit kommst du in einem Schritt vom Bezugspreis zum Preis im Regal.

In der Prüfung: Er bezieht sich auf den Bezugspreis, nicht auf den Verkaufspreis, und in der Prüfung wird oft der Bruttoverkaufspreis vorgegeben, den du erst brauchst.

Beispielaufgabe

Der Bezugspreis eines Artikels beträgt 40,00 €, verkauft wird er für 95,20 € brutto. Wie hoch ist der Kalkulationszuschlagssatz?

(95,20 € − 40,00 €) × 100 ÷ 40,00 € = 138 %

Kalkulationsabschlag (KAS)

(Bruttoverkaufspreis − Bezugspreis) × 100Bruttoverkaufspreis

Abschlag vom Brutto-Verkaufspreis, um direkt auf den Bezugspreis zu kommen.

Erklärung und Beispiel

Der Rückweg des Kalkulationszuschlags: Er sagt, wie viel Prozent des Verkaufspreises über dem Bezugspreis liegen. Damit kommst du in einem Schritt vom Preis im Regal zurück auf den Einkauf.

In der Prüfung: Zuschlag und Abschlag klingen ähnlich, haben aber verschiedene Bezugsgrößen: Der Zuschlag rechnet vom Bezugspreis, der Abschlag vom Bruttoverkaufspreis. Deshalb sind es nie dieselben Prozentzahlen.

Beispielaufgabe

Der Bezugspreis beträgt 40,00 €, der Bruttoverkaufspreis 100,00 €. Wie hoch ist der Kalkulationsabschlag?

(100,00 € − 40,00 €) × 100 ÷ 100,00 € = 60 %Der Kalkulationszuschlagssatz beträgt bei denselben Zahlen 150 %.

Kalkulationsfaktor (KF)

BruttoverkaufspreisBezugspreis

Mit dieser Zahl multipliziert, wird aus dem Bezugspreis der Brutto-Verkaufspreis.

Erklärung und Beispiel

Dieselbe Aussage wie der Zuschlagssatz, nur als Multiplikator statt als Prozentsatz. Für die tägliche Preisauszeichnung ist er bequemer: Bezugspreis mal Faktor, fertig.

In der Prüfung: Der Faktor ist immer größer als 1. Kommt eine Zahl unter 1 heraus, hast du Zähler und Nenner vertauscht.

Beispielaufgabe

Der Bezugspreis beträgt 40,00 €, der Bruttoverkaufspreis 95,20 €. Wie hoch ist der Kalkulationsfaktor?

95,20 € ÷ 40,00 € = 2,38Jeder eingekaufte Euro wird für 2,38 € verkauft.

Handlungskostenzuschlagssatz

Handlungskosten × 100Wareneinsatz

Sagt, wie viel Prozent für Personal, Miete und Energie auf den Wareneinsatz aufgeschlagen werden.

Erklärung und Beispiel

Er sagt, wie viel Prozent für Personal, Miete, Energie und Werbung auf den Wareneinsatz aufgeschlagen werden müssen. Die Zahlen dafür stehen im Gewinn- und Verlustkonto.

In der Prüfung: Bezugsgröße ist der Wareneinsatz, nicht der Umsatz. Und die Handlungskosten sind alle Aufwendungen ohne die für Waren.

Beispielaufgabe

Ein Betrieb hat 100.000,00 € Wareneinsatz und 75.000,00 € Handlungskosten. Wie hoch ist der Handlungskostenzuschlagssatz?

75.000,00 € × 100 ÷ 100.000,00 € = 75 %

Gewinnzuschlagssatz

Gewinn in € × 100Selbstkosten

Sagt, wie viel Prozent Gewinn auf die Selbstkosten aufgeschlagen werden.

Erklärung und Beispiel

Der Prozentsatz, den der Betrieb auf seine Selbstkosten aufschlägt. Er ist die letzte Stufe vor dem Nettoverkaufspreis.

In der Prüfung: Bezugsgröße sind die Selbstkosten, nicht der Wareneinsatz und nicht der Umsatz.

Beispielaufgabe

Die Selbstkosten betragen 80.000,00 €, der Gewinn 9.600,00 €. Wie hoch ist der Gewinnzuschlagssatz?

9.600,00 € × 100 ÷ 80.000,00 € = 12 %

Gewinn in €

Selbstkosten × Gewinnzuschlagssatz100
Erklärung und Beispiel

Die Umkehrung des Gewinnzuschlagssatzes: Aus Prozent wird ein Betrag. So kommst du von den Selbstkosten auf den Nettoverkaufspreis.

In der Prüfung: Der Gewinn wird auf die Selbstkosten aufgeschlagen, nicht aus dem Verkaufspreis herausgerechnet.

Beispielaufgabe

Die Selbstkosten betragen 80.000,00 €, der Gewinnzuschlagssatz 12 %. Wie hoch ist der Gewinn in Euro?

80.000,00 € × 12 ÷ 100 = 9.600,00 €

Wareneinsatz

Absatzmenge × Bezugspreis

Was die verkaufte Ware im Einkauf gekostet hat.

Erklärung und Beispiel

Was die verkaufte Ware im Einkauf gekostet hat. Im Gewinn- und Verlustkonto sind das die Aufwendungen für Waren.

In der Prüfung: Der Wareneinsatz rechnet mit Einstandspreisen, nie mit Verkaufspreisen. Er ist die Bezugsgröße für Handlungskostenzuschlag und Lagerumschlag.

Beispielaufgabe

Verkauft wurden 2.500 Stück zu einem Bezugspreis von 40,00 €. Wie hoch ist der Wareneinsatz?

2.500 Stück × 40,00 € = 100.000,00 €

Zuschlagskalkulation

Merken · Bezugsgröße der Zuschlagssätze

Material und Fertigung rechnen auf ihre EINZELkosten, Verwaltung und Vertrieb auf die HERSTELLkosten.

Materialeinzelkosten (MEK)
+Materialgemeinkosten (MGK)
=Materialkosten (I)
Fertigungseinzelkosten (FEK)
+Fertigungsgemeinkosten (FGK)
+Sondereinzelkosten der Fertigung
=Fertigungskosten (II)
=Herstellkosten (I + II)
+Verwaltungsgemeinkosten (VwGK)
+Vertriebsgemeinkosten (VtGK)
+Sondereinzelkosten des Vertriebs
=Selbstkosten

Materialgemeinkosten-Zuschlagssatz

Materialgemeinkosten × 100Materialeinzelkosten

Die Bezugsgröße steht im Betriebsabrechnungsbogen. Material bezieht sich auf die Materialeinzelkosten.

Erklärung und Beispiel

Materialgemeinkosten sind alle Kosten der Beschaffung und Lagerung, die sich keinem Auftrag direkt zurechnen lassen. Der Zuschlagssatz verteilt sie über die Materialeinzelkosten.

In der Prüfung: Die Bezugsgröße steht im Betriebsabrechnungsbogen und ist hier immer das MATERIAL, nie die Herstellkosten.

Beispielaufgabe

Die Materialgemeinkosten betragen 24.000,00 €, die Materialeinzelkosten 160.000,00 €. Wie hoch ist der Zuschlagssatz?

24.000,00 € × 100 ÷ 160.000,00 € = 15 %

Fertigungsgemeinkosten-Zuschlagssatz

Fertigungsgemeinkosten × 100Fertigungseinzelkosten
Erklärung und Beispiel

Dasselbe für die Fertigung: Hallenmiete, Maschinenabschreibung und Meistergehalt lassen sich keinem einzelnen Stück zurechnen und werden über die Fertigungslöhne verteilt.

In der Prüfung: Bezugsgröße sind die Fertigungseinzelkosten, also die Fertigungslöhne, nicht die Materialkosten und nicht die Herstellkosten.

Beispielaufgabe

Die Fertigungsgemeinkosten betragen 90.000,00 €, die Fertigungseinzelkosten 75.000,00 €. Wie hoch ist der Zuschlagssatz?

90.000,00 € × 100 ÷ 75.000,00 € = 120 %Über 100 % ist normal: Die Gemeinkosten der Fertigung sind oft höher als die Löhne selbst.

Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten-Zuschlagssatz

Gemeinkosten × 100Herstellkosten

Beide beziehen sich auf die Herstellkosten, nicht auf die Einzelkosten.

Erklärung und Beispiel

Verwaltung und Vertrieb arbeiten für das fertige Erzeugnis, nicht für einen einzelnen Kostenbestandteil. Beide Sätze beziehen sich deshalb auf die Herstellkosten.

In der Prüfung: Der häufigste Fehler ist die Bezugsgröße: nicht die Einzelkosten, sondern die Herstellkosten. Beide Sätze werden getrennt gerechnet und beide auf dieselbe Größe.

Beispielaufgabe

Die Verwaltungsgemeinkosten betragen 36.000,00 €, die Herstellkosten 300.000,00 €. Wie hoch ist der Zuschlagssatz?

36.000,00 € × 100 ÷ 300.000,00 € = 12 %

Rabatt, Skonto und Umsatzsteuer

Rabattbetrag

Ausgangswert × Rabattsatz100

Ausgangswert ist beim Einkauf der Listeneinkaufspreis, beim Verkauf an den Kunden der Verkaufspreis.

Erklärung und Beispiel

Ein Preisnachlass, der sofort vom Listenpreis abgezogen wird. Beim Einkauf gewährt ihn der Lieferant, beim Verkauf der Betrieb dem Kunden.

In der Prüfung: Achte darauf, wovon der Rabatt gerechnet wird: beim Einkauf vom Listeneinkaufspreis, beim Verkauf vom Verkaufspreis.

Beispielaufgabe

Auf einen Listenpreis von 1.200,00 € gewährt der Lieferant 15 % Rabatt. Wie hoch ist der Rabattbetrag?

1.200,00 € × 15 ÷ 100 = 180,00 €Zu zahlen sind dann 1.020,00 €.

Skontobetrag

Rechnungsbetrag × Skontosatz100

Abzug fürs schnelle Zahlen: Der Rechnungsbetrag sind 100 %, bei 2 % Skonto werden 98 % überwiesen.

Erklärung und Beispiel

Ein Abzug fürs schnelle Zahlen. Der Rechnungsbetrag sind 100 %, bei 2 % Skonto werden 98 % überwiesen.

In der Prüfung: Skonto wird vom Rechnungsbetrag nach Rabatt gerechnet, nicht vom Listenpreis.

Beispielaufgabe

Eine Rechnung über 2.400,00 € wird mit 2 % Skonto bezahlt. Wie hoch ist der Skontobetrag?

2.400,00 € × 2 ÷ 100 = 48,00 €Überwiesen werden 2.352,00 €.

Effektiver Jahreszins bei Skonto

Skontosatz × 360(Zahlungsziel − Skontofrist)

Zeigt, was der Verzicht auf Skonto im Jahr kostet. Tage, nicht Monate.

Erklärung und Beispiel

Wer Skonto verfallen lässt, leiht sich das Geld für die restlichen Tage beim Lieferanten. Diese Formel zeigt, was das aufs Jahr gerechnet kostet.

In der Prüfung: Im Nenner stehen Tage, nicht Monate: Zahlungsziel minus Skontofrist. Das Ergebnis ist meist erschreckend hoch, und genau darauf zielt die Aufgabe.

Beispielaufgabe

Zahlungsbedingung: 10 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto. Wie hoch ist der effektive Jahreszins?

2 % × 360 ÷ (30 − 10) = 36 %Ein Kredit wäre billiger. Skonto zu ziehen lohnt sich fast immer.

Umsatzsteuer

Nettobetrag × Steuersatz100

Regelsatz 19 %, ermäßigt 7 % für Lebensmittel und Bücher.

Erklärung und Beispiel

Sie wird auf den Nettobetrag aufgeschlagen und mit der Rechnung an den Kunden weitergegeben. Der Betrieb führt sie ans Finanzamt ab.

In der Prüfung: Regelsatz 19 %, ermäßigt 7 % für Lebensmittel und Bücher. Welcher Satz gilt, steht meist nicht da; das musst du am Artikel erkennen.

Beispielaufgabe

Ein Artikel kostet netto 250,00 €. Wie hoch ist die Umsatzsteuer bei 19 %?

250,00 € × 19 ÷ 100 = 47,50 €Der Bruttopreis beträgt 297,50 €.

Nettobetrag aus dem Bruttobetrag

Bruttobetrag × 100119

Der Bruttobetrag entspricht 119 % des Nettobetrags; bei 7 % sind es 107 %, dann × 100 ÷ 107.

Erklärung und Beispiel

Der umgekehrte Weg: Aus dem Preis im Regal wird der Betrag ohne Steuer. Der Bruttobetrag entspricht 119 % des Nettobetrags.

In der Prüfung: Nicht einfach 19 % abziehen, das ergibt einen zu kleinen Wert. Die Steuer wird herausgerechnet, nicht abgezogen.

Beispielaufgabe

Ein Artikel kostet 357,00 € brutto. Wie hoch ist der Nettobetrag bei 19 % Umsatzsteuer?

357,00 € × 100 ÷ 119 = 300,00 €Bei 7 % wird stattdessen × 100 ÷ 107 gerechnet.

Zinsen

Zinsen nach Tagen

Kapital × Zinssatz × Tage100 × 360

Das Jahr hat 360 Tage, jeder Monat 30. So rechnet die Prüfung.

Erklärung und Beispiel

Die Grundformel der Zinsrechnung für Zeiträume unter einem Jahr. Kapital, Zinssatz und Zeit stehen oben, unten die 100 für die Prozente und die 360 für das Jahr.

In der Prüfung: Das Jahr hat 360 Tage, jeder Monat 30. Der erste Tag zählt nicht mit, der letzte schon.

Beispielaufgabe

Ein Kapital von 12.000,00 € wird 90 Tage lang mit 6 % verzinst. Wie hoch sind die Zinsen?

12.000,00 € × 6 × 90 ÷ (100 × 360) = 180,00 €

Zinsen nach Monaten

Kapital × Zinssatz × Monate100 × 12
Erklärung und Beispiel

Dieselbe Rechnung, wenn die Laufzeit in vollen Monaten angegeben ist. Unten steht dann 12 statt 360.

In der Prüfung: Nicht Tage und Monate mischen: Entweder 90 Tage mit ÷ 360 oder 3 Monate mit ÷ 12.

Beispielaufgabe

Ein Kapital von 12.000,00 € wird 3 Monate lang mit 6 % verzinst. Wie hoch sind die Zinsen?

12.000,00 € × 6 × 3 ÷ (100 × 12) = 180,00 €

Deckungsbeitragsrechnung

Nettoverkaufserlöse
variable Kosten
(Wareneinsatz, variable Handlungskosten)
=Deckungsbeitrag
fixe Kosten
=Betriebserfolg (Gewinn oder Verlust)

Stückdeckungsbeitrag

Nettoverkaufspreis − variable Kosten je Stück

Mal Absatzmenge ergibt den Gesamtdeckungsbeitrag.

Erklärung und Beispiel

Derselbe Gedanke je Stück: Was trägt ein einzelner Artikel zur Deckung der Fixkosten bei? Mal Absatzmenge ergibt das den Gesamtdeckungsbeitrag.

In der Prüfung: Ein positiver Stückdeckungsbeitrag heißt noch nicht Gewinn. Er heißt nur, dass sich der Verkauf lohnt.

Beispielaufgabe

Ein Artikel wird für 45,00 € netto verkauft, die variablen Kosten je Stück betragen 27,00 €. Wie hoch ist der Stückdeckungsbeitrag?

45,00 € − 27,00 € = 18,00 €

Gewinnschwelle (Break-Even-Point)

Fixkosten(Nettoverkaufspreis − variable Kosten je Stück)
oder
FixkostenStückdeckungsbeitrag
Erklärung und Beispiel

Die Stückzahl, ab der die Fixkosten gedeckt sind. Darunter macht der Betrieb Verlust, darüber Gewinn. Jedes verkaufte Stück trägt mit seinem Deckungsbeitrag zur Deckung bei.

In der Prüfung: Das Ergebnis ist eine Stückzahl, kein Euro-Betrag. Und die Fixkosten bleiben in voller Höhe stehen, auch wenn nur ein Produkt gerechnet wird.

Beispielaufgabe

Verkaufspreis 149,00 €, variable Kosten 72,00 € je Stück, Fixkosten 103.950,00 €. Ab welcher Menge beginnt der Gewinn?

103.950,00 € ÷ (149,00 € − 72,00 €) = 1.350 StückDer Nenner ist der Stückdeckungsbeitrag: 77,00 € je Stück.

Erfolg und Rentabilität

Eigenkapitalquote

Eigenkapital × 100Gesamtkapital

Anteil des Eigenkapitals am gesamten Kapital. Je höher, desto unabhängiger vom Kredit.

Erklärung und Beispiel

Der Anteil des eigenen Geldes am gesamten Kapital. Je höher sie ist, desto unabhängiger ist der Betrieb von Krediten und desto leichter bekommt er neue.

In der Prüfung: Sie ist eine Bilanzkennzahl, keine Erfolgskennzahl: Sie sagt nichts über den Gewinn.

Beispielaufgabe

Das Eigenkapital beträgt 150.000,00 €, das Gesamtkapital 250.000,00 €. Wie hoch ist die Eigenkapitalquote?

150.000,00 € × 100 ÷ 250.000,00 € = 60 %

Wirtschaftlichkeit

LeistungKosten

Über 1 heißt: Es lohnt sich.

Erklärung und Beispiel

Das Verhältnis von Leistung zu Kosten. Über 1 heißt: Es kommt mehr heraus, als hineingesteckt wurde.

In der Prüfung: Sie ist eine Verhältniszahl ohne Einheit. Genau 1 heißt weder Gewinn noch Verlust.

Beispielaufgabe

Einer Leistung von 540.000,00 € stehen Kosten von 450.000,00 € gegenüber. Wie hoch ist die Wirtschaftlichkeit?

540.000,00 € ÷ 450.000,00 € = 1,2

Produktivität

Ausbringungsmenge (Output)Einsatzmenge (Input)

Je nach Betrieb als Umsatz je Quadratmeter Fläche, je Mitarbeiter oder je Arbeitsstunde.

Erklärung und Beispiel

Was aus dem Einsatz herauskommt, gemessen in Mengen oder Euro. Im Handel meist als Umsatz je Quadratmeter Verkaufsfläche.

In der Prüfung: Anders als die Wirtschaftlichkeit vergleicht sie Mengen mit Mengen, nicht Euro mit Euro.

Beispielaufgabe

Ein Markt macht 480.000,00 € Umsatz auf 240 m² Verkaufsfläche. Wie hoch ist die Flächenproduktivität?

480.000,00 € ÷ 240 m² = 2.000,00 € je m²

Abschreibung

Nettoanschaffungspreis (ohne Umsatzsteuer)
Preisminderung (Rabatt, Skonto, Bonus)
+Anschaffungsnebenkosten (Transport, Montage, Umbau)
=Anschaffungskosten
Anschaffungskosten
Abschreibungsbetrag nach dem 1. Jahr
=Buchwert nach dem 1. Jahr
Abschreibungsbetrag nach dem 2. Jahr
=Buchwert nach dem 2. Jahr

Abschreibungsbetrag (linear)

AnschaffungskostenNutzungsdauer

Jedes Jahr derselbe Betrag. Anschaffungskosten − Abschreibung = Buchwert.

Erklärung und Beispiel

Anschaffungen über 1.000 € werden nicht sofort als Aufwand gebucht, sondern über ihre Nutzungsdauer verteilt. Linear heißt: jedes Jahr derselbe Betrag.

In der Prüfung: Grundlage sind die Anschaffungskosten ohne Umsatzsteuer, aber mit Transport und Montage, und nach Abzug von Rabatt und Skonto.

Beispielaufgabe

Eine Ladeneinrichtung kostet 24.000,00 € und wird über 8 Jahre abgeschrieben. Wie hoch ist der jährliche Abschreibungsbetrag?

24.000,00 € ÷ 8 Jahre = 3.000,00 € je JahrNach dem ersten Jahr beträgt der Buchwert 21.000,00 €.

Abschreibungssatz

100Nutzungsdauer

Der Prozentsatz, mit dem jedes Jahr abgeschrieben wird.

Erklärung und Beispiel

Derselbe Wert als Prozentsatz. Praktisch, wenn mehrere Gegenstände mit gleicher Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

In der Prüfung: Der Satz bezieht sich immer auf die Anschaffungskosten, nicht auf den jeweiligen Buchwert. Das gilt nur bei der linearen Abschreibung.

Beispielaufgabe

Ein Gegenstand wird über 8 Jahre abgeschrieben. Wie hoch ist der Abschreibungssatz?

100 ÷ 8 Jahre = 12,5 % je Jahr

Verteilung, Durchschnitt und Prozent

Durchschnitt

Summe der WerteAnzahl der Werte

Gewichtet: (Wert₁ × Menge₁ + Wert₂ × Menge₂) ÷ (Menge₁ + Menge₂).

Erklärung und Beispiel

Die Summe aller Werte geteilt durch ihre Anzahl. Sind die Werte unterschiedlich stark vertreten, wird gewichtet gerechnet.

In der Prüfung: Beim gewichteten Durchschnitt wird durch die Summe der Mengen geteilt, nicht durch die Anzahl der Werte.

Beispielaufgabe

Vier Filialen setzen 18.000, 22.000, 26.000 und 14.000 € um. Wie hoch ist der durchschnittliche Umsatz?

(18.000 € + 22.000 € + 26.000 € + 14.000 €) ÷ 4 = 20.000,00 €

Prozentwert

Grundwert × Prozentsatz100

Umgestellt: Prozentsatz = Prozentwert × 100 ÷ Grundwert. Grundwert = Prozentwert × 100 ÷ Prozentsatz.

Erklärung und Beispiel

Der Anteil, der auf einen Prozentsatz entfällt. Der Grundwert ist dabei immer das Ganze, also 100 %.

In der Prüfung: Erst klären, was der Grundwert ist. Bei „12 % mehr als im Vorjahr“ ist es das Vorjahr, nicht das laufende Jahr.

Beispielaufgabe

Ein Umsatz von 3.400,00 € soll um 12 % steigen. Wie hoch ist der Zuwachs?

3.400,00 € × 12 ÷ 100 = 408,00 €

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