Automobilkaufmann / Automobilkauffrau
Formelsammlung
Alle Rechenwege für die Abschlussprüfung. Zu jeder Formel eine kurze Erklärung und eine Beispielaufgabe zum Nachrechnen.
Bezugskalkulation im Teiledienst
Merken · Drei Regeln, an denen es scheitert
Der Rabatt geht nur vom Warenwert ab, nie von den Bezugskosten. Das Skonto rechnet nur vom Zieleinkaufspreis. Und die Bezugskosten kommen NACH dem Skontoabzug hinzu, denn auf Fracht gibt es kein Skonto.
| Schritt | Bezug | |
|---|---|---|
| Listeneinkaufspreis (LEP) | LANGSAM | |
| − | Rabatt (Lieferer) | RENNT |
| = | Zieleinkaufspreis (ZEP) | ZOE |
| − | Skonto (Lieferer) | SICHER |
| = | Bareinkaufspreis (BEP) | BIS |
| + | Bezugskosten (BZK) | BADEN |
| = | Bezugspreis (Einstandspreis) | BADEN |
Eselsbrücke · Bezugskalkulation
LANGSAM RENNT ZOE SICHER BIS BADEN BADEN.
Bezugspreis je Stück
Erst je Stück lassen sich zwei Angebote vergleichen. Der günstigste Listenpreis ist nicht der günstigste Bezugspreis.
Erklärung und Beispiel
Der Preis, zu dem das Material wirklich im Werk ankommt: Listeneinkaufspreis abzüglich Rabatt und Skonto, zuzüglich Fracht, Verpackung und Versicherung. Durch die bezogene Menge geteilt, wird er vergleichbar.
In der Prüfung: Zwei Angebote lassen sich nur je Stück vergleichen, nie über die Gesamtsummen. Und der Bezugspreis läuft NICHT in eine Verkaufsrechnung weiter, sondern in die Materialeinzelkosten.
Beispielaufgabe
Der gesamte Bezugspreis für 50 Langhantelsets beträgt 20.800,00 EUR. Wie hoch ist der Bezugspreis je Set?
20.800,00 EUR ÷ 50 Stück = 416,00 EUR je Stück
Wareneinsatz
Abgangsmenge × Einstandspreis je Stück
Der wertmäßige Verbrauch der Periode. Er ist der Zähler der Umschlagshäufigkeit und die Grundlage des Rohertrags.
Erklärung und Beispiel
Was die verkaufte Ware im Einkauf gekostet hat. Im Gewinn- und Verlustkonto sind das die Aufwendungen für Waren.
In der Prüfung: Der Wareneinsatz rechnet mit Einstandspreisen, nie mit Verkaufspreisen. Er ist die Bezugsgröße für Handlungskostenzuschlag und Lagerumschlag.
Beispielaufgabe
Verkauft wurden 2.500 Stück zu einem Bezugspreis von 40,00 €. Wie hoch ist der Wareneinsatz?
2.500 Stück × 40,00 € = 100.000,00 €
Verkaufskalkulation im Autohaus
Merken · Wo es anders läuft als im Einzelhandel
Der Zuschlag auf den Einstandspreis heißt hier Gemeinkostenzuschlag. Kundenskonto und Kundenrabatt gehören dazu. Und die Treppe endet beim BRUTTOverkaufspreis, denn der Privatkunde zieht keine Vorsteuer ab.
Merken · Vom Hundert oder im Hundert
Gemeinkosten und Gewinn rechnen VOM Hundert auf die Größe darüber. Kundenskonto, Kundenrabatt und Umsatzsteuer rechnen IM Hundert, weil sie in der Größe darunter schon stecken.
| Schritt | Verkauf | |
|---|---|---|
| Einstandspreis (Bezugspreis) | ERST | |
| + | Gemeinkostenzuschlag | GIBT |
| = | Selbstkostenpreis | SVEN |
| + | Gewinnzuschlag | GAS |
| = | Barverkaufspreis | BEIM |
| + | Kundenskonto | KREISEL, |
| = | Zielverkaufspreis | ZIEHT |
| + | Kundenrabatt | KURZ |
| = | Nettoverkaufspreis | NACH |
| + | Umsatzsteuer | UND |
| = | Bruttoverkaufspreis | BREMST. |
Eselsbrücke · Verkaufskalkulation
ERST GIBT SVEN GAS BEIM KREISEL, ZIEHT KURZ NACH UND BREMST.
Gemeinkostenzuschlagssatz
Was das Autohaus über den Einkaufspreis hinaus tragen muss: Personal, Raum, Verwaltung. Er tritt an die Stelle der Handlungskosten des Einzelhandels.
Erklärung und Beispiel
Was das Autohaus über den Einkaufspreis hinaus zu tragen hat: Personal, Raum, Verwaltung, Werbung. Er tritt an die Stelle der Handlungskosten, mit denen der Einzelhandel rechnet.
In der Prüfung: Er rechnet VOM Hundert auf den Einstandspreis. Das Wort Handlungskosten kommt in den Prüfungen dieses Berufs nicht vor, dort heißt es Gemeinkostenzuschlag.
Beispielaufgabe
Einstandspreis 75,00 EUR, Gemeinkostenzuschlag 25 Prozent. Wie hoch ist der Zuschlag, und wie hoch der Selbstkostenpreis?
75,00 EUR × 25 ÷ 100 = 18,75 EURDer Selbstkostenpreis beträgt damit 93,75 EUR.
Gewinnzuschlagssatz
Vom Hundert: Der Selbstkostenpreis ist die 100 Prozent.
Erklärung und Beispiel
Der Prozentsatz, den der Betrieb auf seine Selbstkosten aufschlägt. Er ist die letzte Stufe vor dem Nettoverkaufspreis.
In der Prüfung: Bezugsgröße sind die Selbstkosten, nicht der Wareneinsatz und nicht der Umsatz.
Beispielaufgabe
Die Selbstkosten betragen 80.000,00 €, der Gewinn 9.600,00 €. Wie hoch ist der Gewinnzuschlagssatz?
9.600,00 € × 100 ÷ 80.000,00 € = 12 %
Kundenrabatt (im Hundert)
Der Rabatt steckt im Nettoverkaufspreis, den du erst suchst. Rückwärts gerechnet: Nettoverkaufspreis = Zielverkaufspreis × 100 ÷ (100 − Rabattsatz).
Erklärung und Beispiel
Der Nachlass, den der Kunde bekommt. Er steckt im Nettoverkaufspreis, den du erst suchst. Deshalb wird er im Hundert gerechnet und nicht vom Zielverkaufspreis.
In der Prüfung: Rückwärts gilt: Nettoverkaufspreis = Zielverkaufspreis × 100 ÷ (100 − Rabattsatz). Wer den Rabatt auf den Zielverkaufspreis aufschlägt, kommt auf einen zu niedrigen Preis.
Beispielaufgabe
Nettoverkaufspreis 117,64 EUR, Kundenrabatt 5 Prozent. Wie hoch ist der Rabattbetrag?
117,64 EUR × 5 ÷ 100 = 5,88 EURDer Zielverkaufspreis darunter beträgt 117,64 − 5,88 = 111,76 EUR.
Umsatzsteuer aus dem Bruttopreis
Steht der Bruttopreis fest, wird die Steuer herausgerechnet, nicht aufgeschlagen.
Erklärung und Beispiel
Steht der Verkaufspreis im Schaufenster fest, ist die Steuer darin schon enthalten. Sie wird dann herausgerechnet, nicht aufgeschlagen.
In der Prüfung: 119 im Nenner, nicht 100. Genau hier verrechnen sich die meisten, weil beide Wege plausibel aussehen.
Beispielaufgabe
Der Bruttoverkaufspreis beträgt 139,99 EUR. Wie hoch ist die Umsatzsteuer?
139,99 EUR × 19 ÷ 119 = 22,35 EURDer Nettoverkaufspreis ist damit 117,64 EUR.
Kalkulationszuschlagssatz (KZS)
Fasst die ganze Treppe in einer Zahl zusammen: Gemeinkosten, Gewinn und Umsatzsteuer stecken darin. Im Autohaus auf BRUTTObasis gerechnet.
Erklärung und Beispiel
Er fasst die ganze Verkaufskalkulation in einer Zahl zusammen: Handlungskosten, Gewinn und Umsatzsteuer stecken darin. Damit kommst du in einem Schritt vom Bezugspreis zum Preis im Regal.
In der Prüfung: Er bezieht sich auf den Bezugspreis, nicht auf den Verkaufspreis, und in der Prüfung wird oft der Bruttoverkaufspreis vorgegeben, den du erst brauchst.
Beispielaufgabe
Der Bezugspreis eines Artikels beträgt 40,00 €, verkauft wird er für 95,20 € brutto. Wie hoch ist der Kalkulationszuschlagssatz?
(95,20 € − 40,00 €) × 100 ÷ 40,00 € = 138 %
Kalkulationsfaktor (KF)
Mit dieser Zahl multipliziert, wird aus dem Bezugspreis der Bruttoverkaufspreis. Im Zubehör die übliche Abkürzung.
Erklärung und Beispiel
Dieselbe Aussage wie der Zuschlagssatz, nur als Multiplikator statt als Prozentsatz. Für die tägliche Preisauszeichnung ist er bequemer: Bezugspreis mal Faktor, fertig.
In der Prüfung: Der Faktor ist immer größer als 1. Kommt eine Zahl unter 1 heraus, hast du Zähler und Nenner vertauscht.
Beispielaufgabe
Der Bezugspreis beträgt 40,00 €, der Bruttoverkaufspreis 95,20 €. Wie hoch ist der Kalkulationsfaktor?
95,20 € ÷ 40,00 € = 2,38Jeder eingekaufte Euro wird für 2,38 € verkauft.
Werkstatt und Arbeitswerte
Merken · Die Rechengröße der Werkstatt
1 AW = 6 Minuten, 10 AW = 1 Stunde. Wer einen Arbeitswert mit einer Arbeitsstunde verwechselt, rechnet das Zehnfache.
Arbeitswerte in Stunden
Ein Arbeitswert sind sechs Minuten. 25 AW ergeben 150 Minuten, also 2,5 Stunden.
Erklärung und Beispiel
Die Werkstatt rechnet nicht in Stunden, sondern in Arbeitswerten. Ein AW sind sechs Minuten, zehn AW eine Stunde.
In der Prüfung: Wer einen Arbeitswert für eine Arbeitsstunde hält, rechnet das Zehnfache. Das ist der häufigste Fehler in der Werkstattabrechnung.
Beispielaufgabe
Eine Position umfasst 25 AW. Wie viele Stunden sind das?
25 ÷ 10 = 2,5 Stunden25 AW zu je 6 Minuten sind 150 Minuten.
Lohnerlös
Abgerechnet werden die vorgegebenen Arbeitswerte, nicht die tatsächlich gebrauchte Zeit.
Erklärung und Beispiel
Was die Werkstatt für ihre Arbeit berechnet: die vorgegebenen Arbeitswerte mal dem Stundenverrechnungssatz.
In der Prüfung: Abgerechnet werden die VORGEGEBENEN Arbeitswerte, nicht die tatsächlich gebrauchte Zeit. Wer schneller ist, verdient mehr.
Beispielaufgabe
25 AW, Stundenverrechnungssatz 128,00 EUR. Wie hoch ist der Lohnerlös?
25 ÷ 10 × 128,00 EUR = 320,00 EUR
Werkstattindex
Das Wievielfache des produktiven Lohns die Werkstatt erlöst. Er trägt Werkstattkosten, Verwaltung und Gewinn.
Erklärung und Beispiel
Das Wievielfache des produktiven Lohns die Werkstatt erlösen muss. Er trägt die unproduktiven Zeiten, die Werkstattkosten, die Verwaltung und den Gewinn.
In der Prüfung: Er liegt deutlich über 2. Ein Index nahe 1 hieße, die Werkstatt erlöst nur den Lohn und trägt keinen ihrer übrigen Kosten.
Beispielaufgabe
Lohnerlöse 960.000,00 EUR, produktive Löhne 320.000,00 EUR. Wie hoch ist der Werkstattindex?
960.000,00 EUR ÷ 320.000,00 EUR = 3,0
Stundenverrechnungssatz
Werkstatt-Schnittlohn × Werkstattindex
Die zentrale Kennzahl des Autohauses. Sie muss die unproduktiven Zeiten mittragen, sonst arbeitet die Werkstatt unter Kosten.
Erklärung und Beispiel
Der Preis einer Werkstattstunde für den Kunden. Er entsteht aus dem durchschnittlichen produktiven Lohn und dem Werkstattindex.
In der Prüfung: Er muss die unproduktiven Zeiten mittragen: Urlaub, Krankheit, Schulung, Leerlauf. Wer nur den Lohn ansetzt, arbeitet unter Kosten.
Beispielaufgabe
Werkstatt-Schnittlohn 24,00 EUR, Werkstattindex 3,0. Wie hoch ist der Stundenverrechnungssatz netto?
24,00 EUR × 3,0 = 72,00 EUR je Stunde
Fahrzeughandel
Merken · Worauf die Provision rechnet
Die Verkäuferprovision bemisst sich am BRUTTOERTRAG, nicht am Verkaufspreis. Sonst wird ein Geschäft mit hohem Nachlass scheinbar lukrativ.
Nettolistenpreis
Alle Margen und Nachlässe rechnen auf den Nettopreis. Der Bruttopreis steht nur im Schaufenster.
Erklärung und Beispiel
Der Listenpreis ohne Umsatzsteuer. Alle Margen, Nachlässe und Provisionen des Autohauses rechnen auf ihn.
In der Prüfung: Herausgerechnet wird mit 100 ÷ 119, nicht mit 81 Prozent. Der Bruttopreis steht nur im Schaufenster.
Beispielaufgabe
Der Bruttolistenpreis beträgt 32.130,00 EUR. Wie hoch ist der Nettolistenpreis?
32.130,00 EUR × 100 ÷ 119 = 27.000,00 EUR
Bruttoertrag
Marge − Kundennachlass − Überbewertung des Altfahrzeugs − Zugaben
Was vom Herstellernachlass übrig bleibt, wenn der Kunde seinen Anteil bekommen hat. Zugaben zählen zum internen Verrechnungspreis.
Erklärung und Beispiel
Was dem Autohaus vom Herstellernachlass bleibt, nachdem der Kunde seinen Anteil bekommen hat. Er ist die Erfolgsgröße jedes einzelnen Fahrzeuggeschäfts.
In der Prüfung: Auch eine Überbewertung des Altfahrzeugs und jede Zugabe mindern ihn. Wer nur den Barnachlass abzieht, rechnet sich das Geschäft schön.
Beispielaufgabe
Nettolistenpreis 27.000,00 EUR, Marge 14 Prozent, Kundennachlass 9 Prozent. Wie hoch ist der Bruttoertrag?
27.000,00 EUR × 14 ÷ 100 − 27.000,00 EUR × 9 ÷ 100 = 1.350,00 EUR3.780,00 EUR Marge abzüglich 2.430,00 EUR Nachlass.
Verkäuferprovision
Bezugsgröße ist der Bruttoertrag. Wer vom Verkaufspreis rechnet, belohnt den hohen Nachlass.
Erklärung und Beispiel
Der Anteil des Verkäufers am Erfolg des Geschäfts. Bezugsgröße ist der Bruttoertrag, nicht der Verkaufspreis.
In der Prüfung: Genau deshalb: Am Verkaufspreis gerechnet wäre ein Geschäft mit hohem Nachlass für den Verkäufer lukrativ und für das Haus ein Verlust.
Beispielaufgabe
Bruttoertrag 440,00 EUR, Provisionssatz 15 Prozent. Wie hoch ist die Provision?
440,00 EUR × 15 ÷ 100 = 66,00 EURDem Haus bleiben damit 374,00 EUR.
Standkosten je Tag
Zinsen für das gebundene Kapital, Platz, Versicherung und Wertverlust. Jeder Standtag kostet, auch wenn niemand hinsieht.
Erklärung und Beispiel
Was ein Fahrzeug kostet, solange es auf dem Hof steht: Zinsen für das gebundene Kapital, Platz, Versicherung, Pflege und Wertverlust.
In der Prüfung: Gerechnet wird mit dem kaufmännischen Jahr zu 360 Tagen. Die Kosten laufen weiter, auch wenn niemand nach dem Wagen fragt.
Beispielaufgabe
Die jährlichen Standkosten eines Fahrzeugs betragen 3.032,50 EUR. Wie hoch sind sie je Tag?
3.032,50 EUR ÷ 360 = 8,42 EUR je TagBei 60 Standtagen sind das 505,42 EUR.
Standkostenquote
Sie zeigt, wie viel vom Ertrag das Stehen auffrisst. Deshalb ist die Standzeit die wichtigste Größe im Gebrauchtwagengeschäft.
Erklärung und Beispiel
Wie viel vom Einstandswert das bloße Stehen auffrisst. Sie macht aus einer abstrakten Standzeit eine Zahl, die dem Bruttoertrag gegenübersteht.
In der Prüfung: Bezugsgröße ist der Einstandswert des Fahrzeugs, nicht der Verkaufspreis.
Beispielaufgabe
Standkosten 505,42 EUR, Einstandswert 9.500,00 EUR. Wie hoch ist die Standkostenquote?
505,42 EUR × 100 ÷ 9.500,00 EUR = 5,32 Prozent
Ø Standtage
Das Ziel liegt meist bei 60 Tagen. Darüber kippt der Bruttoertrag ins Minus.
Erklärung und Beispiel
Wie lange ein Fahrzeug im Schnitt auf dem Hof steht, bis es verkauft ist. Die wichtigste Steuerungsgröße im Gebrauchtwagengeschäft.
In der Prüfung: Das Ziel liegt meist bei 60 Tagen. Darüber wächst die Standkostenquote schneller als jeder Preisaufschlag.
Beispielaufgabe
Die Summe aller Standtage beträgt 4.320, verkauft wurden 72 Fahrzeuge. Wie viele Standtage im Schnitt?
4.320 ÷ 72 = 60 Tage
Umsatzsteuer bei Differenzbesteuerung
Nur die Differenz wird besteuert, und die Steuer wird daraus HERAUSgerechnet. Sie gilt für Gebrauchtwagen von Privat.
Erklärung und Beispiel
Kauft das Autohaus einen Gebrauchtwagen von privat, war beim Kauf keine Vorsteuer im Spiel. Besteuert wird deshalb nur die Handelsspanne.
In der Prüfung: Die Steuer wird aus der Differenz HERAUSgerechnet, nicht daraufgeschlagen. Und in der Rechnung an den Kunden darf sie nicht ausgewiesen werden.
Beispielaufgabe
Einkaufspreis 9.500,00 EUR, Verkaufspreis 12.400,00 EUR. Wie hoch ist die Umsatzsteuer?
(12.400,00 EUR − 9.500,00 EUR) × 19 ÷ 119 = 463,03 EURBei Regelbesteuerung wären aus dem vollen Preis 1.979,83 EUR herauszurechnen.
Leasingrate (Differenzrate)
Rate des Neuwagens − Rate für das Altfahrzeug
Der Kunde vergleicht die Differenz, nicht die volle Rate. Der Gesamtaufwand ist (Rate + Servicepaket + Versicherung) × Laufzeit.
Erklärung und Beispiel
Was der Kunde tatsächlich zusätzlich zahlt: die Rate des neuen Fahrzeugs abzüglich dessen, was sein Altfahrzeug an Rate trägt.
In der Prüfung: Der Vergleich mit dem Kauf geht über den Gesamtaufwand: (Rate + Servicepaket + Versicherung) × Laufzeit, nicht über die Rate allein.
Beispielaufgabe
Neuwagenrate 630,00 EUR, Rate für das Altfahrzeug 221,85 EUR. Wie hoch ist die Differenzrate netto?
630,00 EUR − 221,85 EUR = 408,15 EURBrutto sind das 408,15 EUR × 1,19 = 485,70 EUR.
Rabatt, Skonto und Umsatzsteuer
Rabattbetrag
Ausgangswert ist beim Einkauf der Listeneinkaufspreis, beim Verkauf an den Kunden der Verkaufspreis.
Erklärung und Beispiel
Ein Preisnachlass, der sofort vom Listenpreis abgezogen wird. Beim Einkauf gewährt ihn der Lieferant, beim Verkauf der Betrieb dem Kunden.
In der Prüfung: Achte darauf, wovon der Rabatt gerechnet wird: beim Einkauf vom Listeneinkaufspreis, beim Verkauf vom Verkaufspreis.
Beispielaufgabe
Auf einen Listenpreis von 1.200,00 € gewährt der Lieferant 15 % Rabatt. Wie hoch ist der Rabattbetrag?
1.200,00 € × 15 ÷ 100 = 180,00 €Zu zahlen sind dann 1.020,00 €.
Skontobetrag
Abzug fürs schnelle Zahlen: Der Rechnungsbetrag sind 100 %, bei 2 % Skonto werden 98 % überwiesen.
Erklärung und Beispiel
Ein Abzug fürs schnelle Zahlen. Der Rechnungsbetrag sind 100 %, bei 2 % Skonto werden 98 % überwiesen.
In der Prüfung: Skonto wird vom Rechnungsbetrag nach Rabatt gerechnet, nicht vom Listenpreis.
Beispielaufgabe
Eine Rechnung über 2.400,00 € wird mit 2 % Skonto bezahlt. Wie hoch ist der Skontobetrag?
2.400,00 € × 2 ÷ 100 = 48,00 €Überwiesen werden 2.352,00 €.
Effektiver Jahreszins bei Skonto
Zeigt, was der Verzicht auf Skonto im Jahr kostet. Tage, nicht Monate.
Erklärung und Beispiel
Wer Skonto verfallen lässt, leiht sich das Geld für die restlichen Tage beim Lieferanten. Diese Formel zeigt, was das aufs Jahr gerechnet kostet.
In der Prüfung: Im Nenner stehen Tage, nicht Monate: Zahlungsziel minus Skontofrist. Das Ergebnis ist meist erschreckend hoch, und genau darauf zielt die Aufgabe.
Beispielaufgabe
Zahlungsbedingung: 10 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto. Wie hoch ist der effektive Jahreszins?
2 % × 360 ÷ (30 − 10) = 36 %Ein Kredit wäre billiger. Skonto zu ziehen lohnt sich fast immer.
Umsatzsteuer
Regelsatz 19 %, ermäßigt 7 % für Lebensmittel und Bücher.
Erklärung und Beispiel
Sie wird auf den Nettobetrag aufgeschlagen und mit der Rechnung an den Kunden weitergegeben. Der Betrieb führt sie ans Finanzamt ab.
In der Prüfung: Regelsatz 19 %, ermäßigt 7 % für Lebensmittel und Bücher. Welcher Satz gilt, steht meist nicht da; das musst du am Artikel erkennen.
Beispielaufgabe
Ein Artikel kostet netto 250,00 €. Wie hoch ist die Umsatzsteuer bei 19 %?
250,00 € × 19 ÷ 100 = 47,50 €Der Bruttopreis beträgt 297,50 €.
Nettobetrag aus dem Bruttobetrag
Der Bruttobetrag entspricht 119 % des Nettobetrags; bei 7 % sind es 107 %, dann × 100 ÷ 107.
Erklärung und Beispiel
Der umgekehrte Weg: Aus dem Preis im Regal wird der Betrag ohne Steuer. Der Bruttobetrag entspricht 119 % des Nettobetrags.
In der Prüfung: Nicht einfach 19 % abziehen, das ergibt einen zu kleinen Wert. Die Steuer wird herausgerechnet, nicht abgezogen.
Beispielaufgabe
Ein Artikel kostet 357,00 € brutto. Wie hoch ist der Nettobetrag bei 19 % Umsatzsteuer?
357,00 € × 100 ÷ 119 = 300,00 €Bei 7 % wird stattdessen × 100 ÷ 107 gerechnet.
Lagerkennzahlen
Meldebestand
Tagesabsatz × Lieferzeit + Mindestbestand
Ist dieser Bestand erreicht, muss bestellt werden. Sonst reicht die Ware bis zur Lieferung nicht.
Erklärung und Beispiel
Der Wecker im Lager: Ist er erreicht, muss bestellt werden. Er deckt den Verbrauch während der Lieferzeit ab, plus die eiserne Reserve.
In der Prüfung: Der Mindestbestand wird addiert, nicht abgezogen, denn er ist der Puffer, der übrig bleiben soll.
Beispielaufgabe
Ein Artikel wird täglich 10-mal verkauft, die Lieferzeit beträgt 3 Tage, der Mindestbestand 20 Stück. Wie hoch ist der Meldebestand?
10 Stück × 3 Tage + 20 Stück = 50 Stück
Ø Lagerbestand (einfach)
Reicht, wenn nur Anfangs- und Endbestand bekannt sind.
Erklärung und Beispiel
Wie viel Ware im Schnitt über das Jahr im Lager lag. Er ist die Bezugsgröße für fast jede andere Lagerkennzahl.
In der Prüfung: Steht die Frage in Euro, rechnest du mit Einstandspreisen, nie mit Verkaufspreisen.
Beispielaufgabe
Am 1. Januar lagen Waren für 8.000,00 € im Lager, am 31. Dezember für 6.000,00 €. Wie hoch ist der durchschnittliche Lagerbestand?
(8.000,00 € + 6.000,00 €) ÷ 2 = 7.000,00 €
Ø Lagerbestand (genau)
Dreizehn Werte, dreizehn Teiler. Der Anfangsbestand zählt mit.
Erklärung und Beispiel
Wer die Monatswerte hat, rechnet genauer. Ein Saisonartikel, der im Sommer das Lager füllt und im Winter leer steht, sieht in der einfachen Formel harmlos aus.
In der Prüfung: Der häufigste Fehler ist der Teiler 12. Es sind dreizehn Werte: der Anfangsbestand plus zwölf Monatsenden.
Beispielaufgabe
Der Anfangsbestand beträgt 6.600,00 €, die zwölf Monatsendbestände summieren sich auf 71.400,00 €. Wie hoch ist der durchschnittliche Lagerbestand?
(6.600,00 € + 71.400,00 €) ÷ 13 = 6.000,00 €
Lagerumschlagshäufigkeit (LU)
Wie oft das Lager im Jahr verkauft und neu gefüllt wird. Auch: Jahresabsatz ÷ Ø Lagerbestand oder 360 ÷ Ø Lagerdauer.
Erklärung und Beispiel
Wie oft das Lager im Jahr komplett verkauft und neu gefüllt wird. Eine hohe Zahl ist gut: Die Ware liegt kürzer, bindet weniger Geld und veraltet nicht.
In der Prüfung: Oben steht der Wareneinsatz, also der Umsatz zu Einstandspreisen, nicht der Umsatz. Sonst kommt eine viel zu hohe Zahl heraus.
Beispielaufgabe
Der Wareneinsatz beträgt 96.000,00 €, der durchschnittliche Lagerbestand 8.000,00 €. Wie hoch ist die Umschlagshäufigkeit?
96.000,00 € ÷ 8.000,00 € = 12Das Lager wird zwölfmal im Jahr umgeschlagen.
Ø Lagerdauer
Wie viele Tage ein Artikel im Schnitt im Lager liegt.
Erklärung und Beispiel
Dieselbe Aussage wie die Umschlagshäufigkeit, nur in Tagen. Sie zeigt anschaulich, wie lange das Geld im Regal gebunden ist.
In der Prüfung: Das Jahr hat 360 Tage und jeder Monat 30. So rechnet die IHK, auch wenn der Kalender etwas anderes sagt.
Beispielaufgabe
Die Umschlagshäufigkeit beträgt 12. Wie viele Tage liegt ein Artikel im Schnitt im Lager?
360 Tage ÷ 12 = 30 Tage
Lagerzinsen
Was das im Lager gebundene Kapital an Zinsen kostet.
Erklärung und Beispiel
Was das im Lager gebundene Kapital an Zinsen kostet. Sie gehören zu den Handlungskosten und sind der Grund, warum ein hoher Lagerbestand teuer ist.
In der Prüfung: Zwei Schritte: erst der Lagerzinssatz, dann die Zinsen. Wer den Jahreszinssatz direkt einsetzt, rechnet ein Vielfaches zu viel.
Beispielaufgabe
Der Lagerzinssatz beträgt 1 %, der durchschnittliche Lagerbestand 60.000,00 €. Wie hoch sind die Lagerzinsen?
1 % × 60.000,00 € ÷ 100 = 600,00 €
Zinsen
Zinsen nach Tagen
Das Jahr hat 360 Tage, jeder Monat 30. So rechnet die Prüfung.
Erklärung und Beispiel
Die Grundformel der Zinsrechnung für Zeiträume unter einem Jahr. Kapital, Zinssatz und Zeit stehen oben, unten die 100 für die Prozente und die 360 für das Jahr.
In der Prüfung: Das Jahr hat 360 Tage, jeder Monat 30. Der erste Tag zählt nicht mit, der letzte schon.
Beispielaufgabe
Ein Kapital von 12.000,00 € wird 90 Tage lang mit 6 % verzinst. Wie hoch sind die Zinsen?
12.000,00 € × 6 × 90 ÷ (100 × 360) = 180,00 €
Zinsen nach Monaten
Erklärung und Beispiel
Dieselbe Rechnung, wenn die Laufzeit in vollen Monaten angegeben ist. Unten steht dann 12 statt 360.
In der Prüfung: Nicht Tage und Monate mischen: Entweder 90 Tage mit ÷ 360 oder 3 Monate mit ÷ 12.
Beispielaufgabe
Ein Kapital von 12.000,00 € wird 3 Monate lang mit 6 % verzinst. Wie hoch sind die Zinsen?
12.000,00 € × 6 × 3 ÷ (100 × 12) = 180,00 €
Deckungsbeitragsrechnung
| Nettoverkaufserlöse | |
| − | variable Kosten |
| (Wareneinsatz, variable Handlungskosten) | |
| = | Deckungsbeitrag |
| − | fixe Kosten |
| = | Betriebserfolg (Gewinn oder Verlust) |
Deckungsbeitrag
Nettoverkaufserlöse − variable Kosten
Erklärung und Beispiel
Was nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt, um die Fixkosten zu decken. Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, entsteht Gewinn.
In der Prüfung: Abgezogen werden nur die variablen Kosten. Miete und Gehälter bleiben draußen, sie fallen auch ohne Verkauf an.
Beispielaufgabe
Ein Sortiment erlöst 90.000,00 € netto bei 54.000,00 € variablen Kosten. Wie hoch ist der Deckungsbeitrag?
90.000,00 € − 54.000,00 € = 36.000,00 €
Stückdeckungsbeitrag
Nettoverkaufspreis − variable Kosten je Stück
Mal Absatzmenge ergibt den Gesamtdeckungsbeitrag.
Erklärung und Beispiel
Derselbe Gedanke je Stück: Was trägt ein einzelner Artikel zur Deckung der Fixkosten bei? Mal Absatzmenge ergibt das den Gesamtdeckungsbeitrag.
In der Prüfung: Ein positiver Stückdeckungsbeitrag heißt noch nicht Gewinn. Er heißt nur, dass sich der Verkauf lohnt.
Beispielaufgabe
Ein Artikel wird für 45,00 € netto verkauft, die variablen Kosten je Stück betragen 27,00 €. Wie hoch ist der Stückdeckungsbeitrag?
45,00 € − 27,00 € = 18,00 €
Erfolg und Rentabilität
Eigenkapitalrentabilität
Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals.
Erklärung und Beispiel
Wie gut sich das eigene Geld verzinst hat. Sie zeigt, ob sich das Unternehmen für den Inhaber mehr lohnt als eine Anlage bei der Bank.
In der Prüfung: Im Nenner steht nur das Eigenkapital, nicht das Gesamtkapital.
Beispielaufgabe
Der Gewinn beträgt 24.000,00 €, das Eigenkapital 150.000,00 €. Wie hoch ist die Eigenkapitalrentabilität?
24.000,00 € × 100 ÷ 150.000,00 € = 16 %
Umsatzrentabilität
Wie viel Gewinn in jedem Euro Umsatz steckt.
Erklärung und Beispiel
Wie viel Gewinn in jedem Euro Umsatz steckt. Im Einzelhandel sind einstellige Werte normal.
In der Prüfung: Bezugsgröße ist der Umsatz, nicht das Kapital. Ein hoher Umsatz allein sagt nichts über den Erfolg.
Beispielaufgabe
Der Gewinn beträgt 24.000,00 € bei einem Umsatz von 600.000,00 €. Wie hoch ist die Umsatzrentabilität?
24.000,00 € × 100 ÷ 600.000,00 € = 4 %In jedem verkauften Euro stecken 4 Cent Gewinn.
Eigenkapitalquote
Anteil des Eigenkapitals am gesamten Kapital. Je höher, desto unabhängiger vom Kredit.
Erklärung und Beispiel
Der Anteil des eigenen Geldes am gesamten Kapital. Je höher sie ist, desto unabhängiger ist der Betrieb von Krediten und desto leichter bekommt er neue.
In der Prüfung: Sie ist eine Bilanzkennzahl, keine Erfolgskennzahl: Sie sagt nichts über den Gewinn.
Beispielaufgabe
Das Eigenkapital beträgt 150.000,00 €, das Gesamtkapital 250.000,00 €. Wie hoch ist die Eigenkapitalquote?
150.000,00 € × 100 ÷ 250.000,00 € = 60 %
Wirtschaftlichkeit
Über 1 heißt: Es lohnt sich.
Erklärung und Beispiel
Das Verhältnis von Leistung zu Kosten. Über 1 heißt: Es kommt mehr heraus, als hineingesteckt wurde.
In der Prüfung: Sie ist eine Verhältniszahl ohne Einheit. Genau 1 heißt weder Gewinn noch Verlust.
Beispielaufgabe
Einer Leistung von 540.000,00 € stehen Kosten von 450.000,00 € gegenüber. Wie hoch ist die Wirtschaftlichkeit?
540.000,00 € ÷ 450.000,00 € = 1,2
Produktivität
Je nach Betrieb als Umsatz je Quadratmeter Fläche, je Mitarbeiter oder je Arbeitsstunde.
Erklärung und Beispiel
Was aus dem Einsatz herauskommt, gemessen in Mengen oder Euro. Im Handel meist als Umsatz je Quadratmeter Verkaufsfläche.
In der Prüfung: Anders als die Wirtschaftlichkeit vergleicht sie Mengen mit Mengen, nicht Euro mit Euro.
Beispielaufgabe
Ein Markt macht 480.000,00 € Umsatz auf 240 m² Verkaufsfläche. Wie hoch ist die Flächenproduktivität?
480.000,00 € ÷ 240 m² = 2.000,00 € je m²
Arbeitsproduktivität
Im Handel meist als Umsatz je Mitarbeiter oder Umsatz je Arbeitsstunde.
Erklärung und Beispiel
Der Ertrag je Arbeitsstunde oder je Mitarbeiter. Sie zeigt, ob mehr Personal auch mehr bringt.
In der Prüfung: Im Nenner stehen Arbeitsstunden oder Mitarbeiterzahl, nicht die Personalkosten.
Beispielaufgabe
Ein Betrieb erwirtschaftet 480.000,00 € Umsatz bei 12.000 Arbeitsstunden. Wie hoch ist die Arbeitsproduktivität?
480.000,00 € ÷ 12.000 Stunden = 40,00 € je Stunde
Abschreibung
| Nettoanschaffungspreis (ohne Umsatzsteuer) | |
| − | Preisminderung (Rabatt, Skonto, Bonus) |
| + | Anschaffungsnebenkosten (Transport, Montage, Umbau) |
| = | Anschaffungskosten |
| Anschaffungskosten | |
| − | Abschreibungsbetrag nach dem 1. Jahr |
| = | Buchwert nach dem 1. Jahr |
| − | Abschreibungsbetrag nach dem 2. Jahr |
| = | Buchwert nach dem 2. Jahr |
Abschreibungsbetrag (linear)
Jedes Jahr derselbe Betrag. Anschaffungskosten − Abschreibung = Buchwert.
Erklärung und Beispiel
Anschaffungen über 1.000 € werden nicht sofort als Aufwand gebucht, sondern über ihre Nutzungsdauer verteilt. Linear heißt: jedes Jahr derselbe Betrag.
In der Prüfung: Grundlage sind die Anschaffungskosten ohne Umsatzsteuer, aber mit Transport und Montage, und nach Abzug von Rabatt und Skonto.
Beispielaufgabe
Eine Ladeneinrichtung kostet 24.000,00 € und wird über 8 Jahre abgeschrieben. Wie hoch ist der jährliche Abschreibungsbetrag?
24.000,00 € ÷ 8 Jahre = 3.000,00 € je JahrNach dem ersten Jahr beträgt der Buchwert 21.000,00 €.
Verteilung, Durchschnitt und Prozent
Durchschnitt
Gewichtet: (Wert₁ × Menge₁ + Wert₂ × Menge₂) ÷ (Menge₁ + Menge₂).
Erklärung und Beispiel
Die Summe aller Werte geteilt durch ihre Anzahl. Sind die Werte unterschiedlich stark vertreten, wird gewichtet gerechnet.
In der Prüfung: Beim gewichteten Durchschnitt wird durch die Summe der Mengen geteilt, nicht durch die Anzahl der Werte.
Beispielaufgabe
Vier Filialen setzen 18.000, 22.000, 26.000 und 14.000 € um. Wie hoch ist der durchschnittliche Umsatz?
(18.000 € + 22.000 € + 26.000 € + 14.000 €) ÷ 4 = 20.000,00 €
Prozentwert
Umgestellt: Prozentsatz = Prozentwert × 100 ÷ Grundwert. Grundwert = Prozentwert × 100 ÷ Prozentsatz.
Erklärung und Beispiel
Der Anteil, der auf einen Prozentsatz entfällt. Der Grundwert ist dabei immer das Ganze, also 100 %.
In der Prüfung: Erst klären, was der Grundwert ist. Bei „12 % mehr als im Vorjahr“ ist es das Vorjahr, nicht das laufende Jahr.
Beispielaufgabe
Ein Umsatz von 3.400,00 € soll um 12 % steigen. Wie hoch ist der Zuwachs?
3.400,00 € × 12 ÷ 100 = 408,00 €
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