Kaufmann /​ Kauffrau im Groß- und Außenhandel

Formelsammlung

Alle Rechenwege für die Abschlussprüfung. Zu jeder Formel eine kurze Erklärung und eine Beispielaufgabe zum Nachrechnen.

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Handelskalkulation

SchrittBezugVerkauf
Listeneinkaufspreis (LEP)LANGSAM
Rabatt (Lieferer)RENNT
=Zieleinkaufspreis (ZEP)ZOE
Skonto (Lieferer)SICHER
=Bareinkaufspreis (BEP)BIS
+Bezugskosten (BZK)BADEN
=Bezugspreis (BZP)BADENBERND
+Handlungskosten (HK)HAT
=Selbstkosten (SK)SICH
+GewinnGESTERN
=Barverkaufspreis (BVP)BEIM
+KundenskontoKEGELN
=Zielverkaufspreis (ZVP)ZWEIMAL
+KundenrabattKOMPLETT
=ListenverkaufspreisLANGGELEGT.

Eselsbrücke · Bezugskalkulation

LANGSAM RENNT ZOE SICHER BIS BADEN BADEN.

Eselsbrücke · Verkaufskalkulation

BERND HAT SICH GESTERN BEIM KEGELN ZWEIMAL KOMPLETT LANGGELEGT.

Zielverkaufspreis (Kundenskonto)

Barverkaufspreis × 100(100 − Kundenskontosatz)

IM Hundert: Das Skonto rechnet sich vom Zielverkaufspreis, den du erst suchst, nicht vom Barverkaufspreis, den du hast.

Erklärung und Beispiel

Gewährst du dem Kunden Skonto, muss es im Preis schon enthalten sein. Sonst zahlt er weniger, als du kalkuliert hast.

In der Prüfung: Gerechnet wird IM Hundert: Das Skonto bezieht sich auf den Zielverkaufspreis, den du erst suchst, nicht auf den Barverkaufspreis, den du hast. Der Zielverkaufspreis ist 100 %.

Beispielaufgabe

Der Barverkaufspreis beträgt 245,00 €, dem Kunden werden 2 % Skonto eingeräumt. Wie hoch ist der Zielverkaufspreis?

245,00 € × 100 ÷ (100 − 2) = 250,00 €Probe: 2 % von 250,00 € sind 5,00 €, bleiben 245,00 €.

Listenverkaufspreis (Kundenrabatt)

Zielverkaufspreis × 100(100 − Kundenrabattsatz)

Ebenfalls im Hundert. Der Listenverkaufspreis ist 100 %, der Rabatt geht davon ab.

Erklärung und Beispiel

Der Preis, der in der Preisliste steht. Der Rabatt, den du dem Kunden später abziehst, muss darin stecken.

In der Prüfung: Ebenfalls im Hundert, und aus demselben Grund: Der Listenverkaufspreis ist 100 %, der Rabatt geht davon ab.

Beispielaufgabe

Der Zielverkaufspreis beträgt 250,00 €, dem Kunden werden 20 % Rabatt gewährt. Wie hoch ist der Listenverkaufspreis?

250,00 € × 100 ÷ (100 − 20) = 312,50 €In den Heften heißt der Rabatt oft Wiederverkäuferrabatt.

Kalkulationszuschlagssatz (KZS)

(Bruttoverkaufspreis − Bezugspreis) × 100Bezugspreis

Rechnet in einem Schritt vom Bezugspreis zum Brutto-Verkaufspreis: Handlungskosten, Gewinn und Umsatzsteuer stecken darin.

Erklärung und Beispiel

Er fasst die ganze Verkaufskalkulation in einer Zahl zusammen: Handlungskosten, Gewinn und Umsatzsteuer stecken darin. Damit kommst du in einem Schritt vom Bezugspreis zum Preis im Regal.

In der Prüfung: Er bezieht sich auf den Bezugspreis, nicht auf den Verkaufspreis, und in der Prüfung wird oft der Bruttoverkaufspreis vorgegeben, den du erst brauchst.

Beispielaufgabe

Der Bezugspreis eines Artikels beträgt 40,00 €, verkauft wird er für 95,20 € brutto. Wie hoch ist der Kalkulationszuschlagssatz?

(95,20 € − 40,00 €) × 100 ÷ 40,00 € = 138 %

Kalkulationsabschlag (KAS)

(Bruttoverkaufspreis − Bezugspreis) × 100Bruttoverkaufspreis

Abschlag vom Brutto-Verkaufspreis, um direkt auf den Bezugspreis zu kommen.

Erklärung und Beispiel

Der Rückweg des Kalkulationszuschlags: Er sagt, wie viel Prozent des Verkaufspreises über dem Bezugspreis liegen. Damit kommst du in einem Schritt vom Preis im Regal zurück auf den Einkauf.

In der Prüfung: Zuschlag und Abschlag klingen ähnlich, haben aber verschiedene Bezugsgrößen: Der Zuschlag rechnet vom Bezugspreis, der Abschlag vom Bruttoverkaufspreis. Deshalb sind es nie dieselben Prozentzahlen.

Beispielaufgabe

Der Bezugspreis beträgt 40,00 €, der Bruttoverkaufspreis 100,00 €. Wie hoch ist der Kalkulationsabschlag?

(100,00 € − 40,00 €) × 100 ÷ 100,00 € = 60 %Der Kalkulationszuschlagssatz beträgt bei denselben Zahlen 150 %.

Kalkulationsfaktor (KF)

BruttoverkaufspreisBezugspreis

Mit dieser Zahl multipliziert, wird aus dem Bezugspreis der Brutto-Verkaufspreis.

Erklärung und Beispiel

Dieselbe Aussage wie der Zuschlagssatz, nur als Multiplikator statt als Prozentsatz. Für die tägliche Preisauszeichnung ist er bequemer: Bezugspreis mal Faktor, fertig.

In der Prüfung: Der Faktor ist immer größer als 1. Kommt eine Zahl unter 1 heraus, hast du Zähler und Nenner vertauscht.

Beispielaufgabe

Der Bezugspreis beträgt 40,00 €, der Bruttoverkaufspreis 95,20 €. Wie hoch ist der Kalkulationsfaktor?

95,20 € ÷ 40,00 € = 2,38Jeder eingekaufte Euro wird für 2,38 € verkauft.

Handelsspanne (HS)

(Nettoverkaufspreis − Bezugspreis) × 100Nettoverkaufspreis

Anteil am Netto-Verkaufspreis, der über den Bezugspreis hinausgeht. Er deckt Handlungskosten und Gewinn.

Erklärung und Beispiel

Der Anteil am Nettoverkaufspreis, der über den Bezugspreis hinausgeht. Aus ihr müssen Handlungskosten und Gewinn bezahlt werden.

In der Prüfung: Sie rechnet vom Netto-Verkaufspreis, der Zuschlagssatz vom Bezugspreis. Beide beschreiben dieselbe Kalkulation, aber mit anderer Bezugsgröße.

Beispielaufgabe

Der Bezugspreis beträgt 40,00 €, der Nettoverkaufspreis 80,00 €. Wie hoch ist die Handelsspanne?

(80,00 € − 40,00 €) × 100 ÷ 80,00 € = 50 %

Handlungskostenzuschlagssatz

Handlungskosten × 100Wareneinsatz

Sagt, wie viel Prozent für Personal, Miete und Energie auf den Wareneinsatz aufgeschlagen werden.

Erklärung und Beispiel

Er sagt, wie viel Prozent für Personal, Miete, Energie und Werbung auf den Wareneinsatz aufgeschlagen werden müssen. Die Zahlen dafür stehen im Gewinn- und Verlustkonto.

In der Prüfung: Bezugsgröße ist der Wareneinsatz, nicht der Umsatz. Und die Handlungskosten sind alle Aufwendungen ohne die für Waren.

Beispielaufgabe

Ein Betrieb hat 100.000,00 € Wareneinsatz und 75.000,00 € Handlungskosten. Wie hoch ist der Handlungskostenzuschlagssatz?

75.000,00 € × 100 ÷ 100.000,00 € = 75 %

Gewinnzuschlagssatz

Gewinn in € × 100Selbstkosten

Sagt, wie viel Prozent Gewinn auf die Selbstkosten aufgeschlagen werden.

Erklärung und Beispiel

Der Prozentsatz, den der Betrieb auf seine Selbstkosten aufschlägt. Er ist die letzte Stufe vor dem Nettoverkaufspreis.

In der Prüfung: Bezugsgröße sind die Selbstkosten, nicht der Wareneinsatz und nicht der Umsatz.

Beispielaufgabe

Die Selbstkosten betragen 80.000,00 €, der Gewinn 9.600,00 €. Wie hoch ist der Gewinnzuschlagssatz?

9.600,00 € × 100 ÷ 80.000,00 € = 12 %

Gewinn in €

Selbstkosten × Gewinnzuschlagssatz100
Erklärung und Beispiel

Die Umkehrung des Gewinnzuschlagssatzes: Aus Prozent wird ein Betrag. So kommst du von den Selbstkosten auf den Nettoverkaufspreis.

In der Prüfung: Der Gewinn wird auf die Selbstkosten aufgeschlagen, nicht aus dem Verkaufspreis herausgerechnet.

Beispielaufgabe

Die Selbstkosten betragen 80.000,00 €, der Gewinnzuschlagssatz 12 %. Wie hoch ist der Gewinn in Euro?

80.000,00 € × 12 ÷ 100 = 9.600,00 €

Rohgewinn

Nettoverkaufspreis − Bezugspreis

Auch Rohertrag genannt. Oder: Umsatzerlöse für Waren − Aufwendungen für Waren.

Erklärung und Beispiel

Was vom Verkaufserlös übrig bleibt, wenn nur der Einkauf der Ware abgezogen ist. Auch Rohertrag genannt.

In der Prüfung: Der Rohgewinn ist noch kein Gewinn: Miete, Personal und Energie sind darin nicht abgezogen.

Beispielaufgabe

Der Nettoverkaufspreis beträgt 80,00 €, der Bezugspreis 40,00 €. Wie hoch ist der Rohgewinn?

80,00 € − 40,00 € = 40,00 €

Reingewinn

Rohgewinn − Handlungskosten

Auch: Umsatzerlöse für Waren − Selbstkosten.

Erklärung und Beispiel

Der Rohgewinn abzüglich aller Handlungskosten. Er ist das, was der Betrieb am Ende wirklich verdient hat, und steht im Gewinn- und Verlustkonto als Saldo.

In der Prüfung: Verwechsle ihn nicht mit dem Rohgewinn: Die Prüfung fragt oft nach beiden in derselben Aufgabe.

Beispielaufgabe

Der Rohgewinn beträgt 100.000,00 €, die Handlungskosten 75.000,00 €. Wie hoch ist der Reingewinn?

100.000,00 € − 75.000,00 € = 25.000,00 €

Wareneinsatz

Absatzmenge × Bezugspreis

Was die verkaufte Ware im Einkauf gekostet hat.

Erklärung und Beispiel

Was die verkaufte Ware im Einkauf gekostet hat. Im Gewinn- und Verlustkonto sind das die Aufwendungen für Waren.

In der Prüfung: Der Wareneinsatz rechnet mit Einstandspreisen, nie mit Verkaufspreisen. Er ist die Bezugsgröße für Handlungskostenzuschlag und Lagerumschlag.

Beispielaufgabe

Verkauft wurden 2.500 Stück zu einem Bezugspreis von 40,00 €. Wie hoch ist der Wareneinsatz?

2.500 Stück × 40,00 € = 100.000,00 €

Außenhandel (Wahlbereich)

Merken · Zoll ja, Einfuhrumsatzsteuer nein

Der Zoll ist eine Bezugskostenart und geht voll in den Bezugspreis ein, denn ihn erstattet niemand. Die Einfuhrumsatzsteuer wird als Vorsteuer zurückgeholt und gehört deshalb NICHT in die Kalkulation.

Zollwert

gezahlter Preis + Fracht und Versicherung bis zur EU-Grenze

Die Bemessungsgrundlage der Einfuhrabgaben. Kosten, die erst innerhalb der EU entstehen, zählen nicht dazu.

Erklärung und Beispiel

Die Bemessungsgrundlage der Einfuhrabgaben: der Preis, den der Importeur zahlt, zuzüglich Fracht und Versicherung bis zur Grenze der Europäischen Union.

In der Prüfung: Kosten, die erst INNERHALB der EU entstehen, gehören nicht dazu. Welcher Zollsatz gilt, bestimmt die Zolltarifnummer.

Beispielaufgabe

Warenwert 46.000,00 EUR, Seefracht und Versicherung bis Rotterdam 2.590,00 EUR. Wie hoch ist der Zollwert?

46.000,00 EUR + 2.590,00 EUR = 48.590,00 EUR

Zoll

Zollwert × Zollsatz100

Den Zollsatz bestimmt die Zolltarifnummer. Eine falsche Nummer führt zu Nachforderungen, auch Jahre später.

Erklärung und Beispiel

Eine Abgabe auf eingeführte Ware, bemessen am Zollwert. Sie fließt dem Haushalt der Europäischen Union zu und wird niemandem erstattet.

In der Prüfung: Der Zoll ist eine Bezugskostenart und geht in voller Höhe in den Bezugspreis ein. Genau darin unterscheidet er sich von der Einfuhrumsatzsteuer.

Beispielaufgabe

Zollwert 48.590,00 EUR, Zollsatz 3,7 Prozent. Wie hoch ist der Zoll?

48.590,00 EUR × 3,7 ÷ 100 = 1.797,83 EUR

Einfuhrumsatzsteuer

(Zollwert + Zoll) × 19100

Bemessungsgrundlage ist der Zollwert ZUZÜGLICH Zoll. Als Vorsteuer holt der Betrieb sie in voller Höhe zurück.

Erklärung und Beispiel

Sie stellt eingeführte Ware der inländischen gleich. Bemessungsgrundlage ist der Zollwert zuzüglich Zoll, der Satz entspricht der Umsatzsteuer.

In der Prüfung: Sie ist ein durchlaufender Posten: Als Vorsteuer holt der Betrieb sie zurück. Wer sie in die Kalkulation nimmt, macht die Ware künstlich teuer.

Beispielaufgabe

Zollwert 48.590,00 EUR, Zoll 1.797,83 EUR, Satz 19 Prozent. Wie hoch ist die Einfuhrumsatzsteuer?

(48.590,00 EUR + 1.797,83 EUR) × 19 ÷ 100 = 9.573,69 EURGenau dieser Betrag darf den Bezugspreis nicht erreichen.

Versicherungsprämie

Versicherungswert × Prämiensatz1.000

Der Prämiensatz steht in Promille, es wird also durch 1.000 geteilt. Versicherungswert ist der CIF-Preis, nicht der bloße Warenwert.

Erklärung und Beispiel

Der Preis der Transportversicherung, gerechnet auf den Versicherungswert. Der Prämiensatz steht in Promille, also in Tausendsteln.

In der Prüfung: Durch 1.000 teilen, nicht durch 100. Und Versicherungswert ist der CIF-Preis einschließlich Fracht, nicht der bloße Warenwert.

Beispielaufgabe

Versicherungswert 72.875,00 EUR, Prämiensatz 3,2 Promille. Wie hoch ist die Prämie?

72.875,00 EUR × 3,2 ÷ 1.000 = 233,20 EURMit dem bloßen Warenwert gerechnet kämen 219,65 EUR heraus, und die Sendung wäre unterversichert.

Gewichtsspesensatz

Frachtkosten der SendungRohgewicht der Sendung

Fracht wird nach dem ROHgewicht verteilt, also einschließlich Tara. Mal dem Rohgewicht einer Position ergibt sich ihr Frachtanteil.

Erklärung und Beispiel

Fracht hängt am Gewicht, nicht am Wert. Um sie auf die Positionen einer Sendung zu verteilen, wird erst der Satz je Kilogramm gebildet.

In der Prüfung: Verteilt wird nach dem ROHgewicht, also einschließlich Verpackung. Wer das Reingewicht nimmt, lässt die Tara unverteilt.

Beispielaufgabe

Frachtkosten 280,00 EUR, Rohgewicht der Sendung 560 kg. Wie hoch ist der Frachtsatz je Kilogramm?

280,00 EUR ÷ 560 kg = 0,50 EUR je kgEine Position mit 300 kg trägt damit 150,00 EUR Fracht.

Wertspesensatz

Wertspesen der Sendung × 100Warenwert der Sendung

Versicherung und Zoll hängen am Wert, nicht am Gewicht. Der Anteil einer Position ist dann ihr Warenwert × Satz ÷ 100.

Erklärung und Beispiel

Versicherung und Zoll hängen am Wert der Ware. Sie werden deshalb nach dem Warenwert verteilt und nicht nach dem Gewicht.

In der Prüfung: Die Unterscheidung Gewichtsspesen und Wertspesen entscheidet über die ganze Verteilung. Beides in einen Topf zu werfen, ist der häufigste Fehler.

Beispielaufgabe

Transportversicherung 160,00 EUR, Warenwert der Sendung 8.000,00 EUR. Wie hoch ist der Wertspesensatz?

160,00 EUR × 100 ÷ 8.000,00 EUR = 2 ProzentEine Position mit 3.000,00 EUR Warenwert trägt damit 60,00 EUR.

Währungsumrechnung

Betrag in FremdwährungKurs

Die Bank verkauft Devisen zum Briefkurs und kauft sie zum Geldkurs. Für den Importeur gilt der Briefkurs, für den Exporteur der Geldkurs.

Erklärung und Beispiel

Ein Angebot in fremder Währung wird zum Kurs in Euro umgerechnet. Die Bank hat dabei zwei Kurse, und welcher gilt, hängt an der Blickrichtung.

In der Prüfung: Devisen KAUFT die Bank zum Geldkurs und VERKAUFT sie zum Briefkurs. Der Importeur braucht Devisen, für ihn gilt also der Briefkurs.

Beispielaufgabe

Eine Rechnung lautet über 24.000,00 USD, der Briefkurs beträgt 1,0800 USD je Euro. Wie viel Euro sind zu zahlen?

24.000,00 ÷ 1,0800 = 22.222,22 EUR

Rabatt, Skonto und Umsatzsteuer

Rabattbetrag

Ausgangswert × Rabattsatz100

Ausgangswert ist beim Einkauf der Listeneinkaufspreis, beim Verkauf an den Kunden der Verkaufspreis.

Erklärung und Beispiel

Ein Preisnachlass, der sofort vom Listenpreis abgezogen wird. Beim Einkauf gewährt ihn der Lieferant, beim Verkauf der Betrieb dem Kunden.

In der Prüfung: Achte darauf, wovon der Rabatt gerechnet wird: beim Einkauf vom Listeneinkaufspreis, beim Verkauf vom Verkaufspreis.

Beispielaufgabe

Auf einen Listenpreis von 1.200,00 € gewährt der Lieferant 15 % Rabatt. Wie hoch ist der Rabattbetrag?

1.200,00 € × 15 ÷ 100 = 180,00 €Zu zahlen sind dann 1.020,00 €.

Skontobetrag

Rechnungsbetrag × Skontosatz100

Abzug fürs schnelle Zahlen: Der Rechnungsbetrag sind 100 %, bei 2 % Skonto werden 98 % überwiesen.

Erklärung und Beispiel

Ein Abzug fürs schnelle Zahlen. Der Rechnungsbetrag sind 100 %, bei 2 % Skonto werden 98 % überwiesen.

In der Prüfung: Skonto wird vom Rechnungsbetrag nach Rabatt gerechnet, nicht vom Listenpreis.

Beispielaufgabe

Eine Rechnung über 2.400,00 € wird mit 2 % Skonto bezahlt. Wie hoch ist der Skontobetrag?

2.400,00 € × 2 ÷ 100 = 48,00 €Überwiesen werden 2.352,00 €.

Effektiver Jahreszins bei Skonto

Skontosatz × 360(Zahlungsziel − Skontofrist)

Zeigt, was der Verzicht auf Skonto im Jahr kostet. Tage, nicht Monate.

Erklärung und Beispiel

Wer Skonto verfallen lässt, leiht sich das Geld für die restlichen Tage beim Lieferanten. Diese Formel zeigt, was das aufs Jahr gerechnet kostet.

In der Prüfung: Im Nenner stehen Tage, nicht Monate: Zahlungsziel minus Skontofrist. Das Ergebnis ist meist erschreckend hoch, und genau darauf zielt die Aufgabe.

Beispielaufgabe

Zahlungsbedingung: 10 Tage 2 % Skonto, 30 Tage netto. Wie hoch ist der effektive Jahreszins?

2 % × 360 ÷ (30 − 10) = 36 %Ein Kredit wäre billiger. Skonto zu ziehen lohnt sich fast immer.

Umsatzsteuer

Nettobetrag × Steuersatz100

Regelsatz 19 %, ermäßigt 7 % für Lebensmittel und Bücher.

Erklärung und Beispiel

Sie wird auf den Nettobetrag aufgeschlagen und mit der Rechnung an den Kunden weitergegeben. Der Betrieb führt sie ans Finanzamt ab.

In der Prüfung: Regelsatz 19 %, ermäßigt 7 % für Lebensmittel und Bücher. Welcher Satz gilt, steht meist nicht da; das musst du am Artikel erkennen.

Beispielaufgabe

Ein Artikel kostet netto 250,00 €. Wie hoch ist die Umsatzsteuer bei 19 %?

250,00 € × 19 ÷ 100 = 47,50 €Der Bruttopreis beträgt 297,50 €.

Nettobetrag aus dem Bruttobetrag

Bruttobetrag × 100119

Der Bruttobetrag entspricht 119 % des Nettobetrags; bei 7 % sind es 107 %, dann × 100 ÷ 107.

Erklärung und Beispiel

Der umgekehrte Weg: Aus dem Preis im Regal wird der Betrag ohne Steuer. Der Bruttobetrag entspricht 119 % des Nettobetrags.

In der Prüfung: Nicht einfach 19 % abziehen, das ergibt einen zu kleinen Wert. Die Steuer wird herausgerechnet, nicht abgezogen.

Beispielaufgabe

Ein Artikel kostet 357,00 € brutto. Wie hoch ist der Nettobetrag bei 19 % Umsatzsteuer?

357,00 € × 100 ÷ 119 = 300,00 €Bei 7 % wird stattdessen × 100 ÷ 107 gerechnet.

Umsatzsteuer-Zahllast

Umsatzsteuer aus Ausgangsrechnungen − Vorsteuer aus Eingangsrechnungen

Was ans Finanzamt geht. Ist die Vorsteuer größer, entsteht ein Vorsteuerüberhang, dann zahlt das Finanzamt zurück.

Erklärung und Beispiel

Der Betrag, den das Unternehmen ans Finanzamt abführt: die Umsatzsteuer aus den eigenen Rechnungen abzüglich der Vorsteuer aus den Eingangsrechnungen. Sie ist der Saldo des Umsatzsteuerkontos.

In der Prüfung: Ist die Vorsteuer größer, entsteht ein Vorsteuerüberhang und das Finanzamt erstattet. Die Umsatzsteuer ist für das Unternehmen ein durchlaufender Posten, kein Aufwand.

Beispielaufgabe

Das Umsatzsteuerkonto weist im Haben 33.600,00 EUR aus, im Soll 24.800,00 EUR Vorsteuer. Wie hoch ist die Zahllast?

33.600,00 EUR − 24.800,00 EUR = 8.800,00 EUR

Verzugszinssatz

Basiszinssatz + 9 Prozentpunkte

Unter Unternehmern. Gegenüber Verbrauchern sind es 5 Prozentpunkte. Der Basiszinssatz ändert sich zum 1. Januar und zum 1. Juli.

Erklärung und Beispiel

Wer nicht rechtzeitig zahlt, schuldet Verzugszinsen. Ihre Höhe knüpft an den Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank an.

In der Prüfung: Unter Unternehmern sind es 9 Prozentpunkte, gegenüber Verbrauchern 5. Der Basiszinssatz ändert sich zum 1. Januar und zum 1. Juli.

Beispielaufgabe

Der Basiszinssatz beträgt 2,27 Prozent. Wie hoch ist der Verzugszinssatz gegenüber einem Unternehmer?

2,27 + 9 = 11,27 Prozent

Lagerkennzahlen

Meldebestand

Tagesabsatz × Lieferzeit + Mindestbestand

Ist dieser Bestand erreicht, muss bestellt werden. Sonst reicht die Ware bis zur Lieferung nicht.

Erklärung und Beispiel

Der Wecker im Lager: Ist er erreicht, muss bestellt werden. Er deckt den Verbrauch während der Lieferzeit ab, plus die eiserne Reserve.

In der Prüfung: Der Mindestbestand wird addiert, nicht abgezogen, denn er ist der Puffer, der übrig bleiben soll.

Beispielaufgabe

Ein Artikel wird täglich 10-mal verkauft, die Lieferzeit beträgt 3 Tage, der Mindestbestand 20 Stück. Wie hoch ist der Meldebestand?

10 Stück × 3 Tage + 20 Stück = 50 Stück

Ø Lagerbestand (einfach)

(Jahresanfangsbestand + Jahresendbestand)2

Reicht, wenn nur Anfangs- und Endbestand bekannt sind.

Erklärung und Beispiel

Wie viel Ware im Schnitt über das Jahr im Lager lag. Er ist die Bezugsgröße für fast jede andere Lagerkennzahl.

In der Prüfung: Steht die Frage in Euro, rechnest du mit Einstandspreisen, nie mit Verkaufspreisen.

Beispielaufgabe

Am 1. Januar lagen Waren für 8.000,00 € im Lager, am 31. Dezember für 6.000,00 €. Wie hoch ist der durchschnittliche Lagerbestand?

(8.000,00 € + 6.000,00 €) ÷ 2 = 7.000,00 €

Ø Lagerbestand (genau)

(Jahresanfangsbestand + 12 Monatsendbestände)13

Dreizehn Werte, dreizehn Teiler. Der Anfangsbestand zählt mit.

Erklärung und Beispiel

Wer die Monatswerte hat, rechnet genauer. Ein Saisonartikel, der im Sommer das Lager füllt und im Winter leer steht, sieht in der einfachen Formel harmlos aus.

In der Prüfung: Der häufigste Fehler ist der Teiler 12. Es sind dreizehn Werte: der Anfangsbestand plus zwölf Monatsenden.

Beispielaufgabe

Der Anfangsbestand beträgt 6.600,00 €, die zwölf Monatsendbestände summieren sich auf 71.400,00 €. Wie hoch ist der durchschnittliche Lagerbestand?

(6.600,00 € + 71.400,00 €) ÷ 13 = 6.000,00 €

Lagerumschlagshäufigkeit (LU)

WareneinsatzØ Lagerbestand

Wie oft das Lager im Jahr verkauft und neu gefüllt wird. Auch: Jahresabsatz ÷ Ø Lagerbestand oder 360 ÷ Ø Lagerdauer.

Erklärung und Beispiel

Wie oft das Lager im Jahr komplett verkauft und neu gefüllt wird. Eine hohe Zahl ist gut: Die Ware liegt kürzer, bindet weniger Geld und veraltet nicht.

In der Prüfung: Oben steht der Wareneinsatz, also der Umsatz zu Einstandspreisen, nicht der Umsatz. Sonst kommt eine viel zu hohe Zahl heraus.

Beispielaufgabe

Der Wareneinsatz beträgt 96.000,00 €, der durchschnittliche Lagerbestand 8.000,00 €. Wie hoch ist die Umschlagshäufigkeit?

96.000,00 € ÷ 8.000,00 € = 12Das Lager wird zwölfmal im Jahr umgeschlagen.

Ø Lagerdauer

360Lagerumschlagshäufigkeit

Wie viele Tage ein Artikel im Schnitt im Lager liegt.

Erklärung und Beispiel

Dieselbe Aussage wie die Umschlagshäufigkeit, nur in Tagen. Sie zeigt anschaulich, wie lange das Geld im Regal gebunden ist.

In der Prüfung: Das Jahr hat 360 Tage und jeder Monat 30. So rechnet die IHK, auch wenn der Kalender etwas anderes sagt.

Beispielaufgabe

Die Umschlagshäufigkeit beträgt 12. Wie viele Tage liegt ein Artikel im Schnitt im Lager?

360 Tage ÷ 12 = 30 Tage

Höchstbestand

Mindestbestand + Bestellmenge

Der volle Bestand direkt nach der Lieferung. Mehr passt weder ins Lager noch ins gebundene Kapital.

Erklärung und Beispiel

Der volle Bestand unmittelbar nach einer Lieferung. Er begrenzt, wie viel Ware das Lager fasst und wie viel Geld darin gebunden ist.

In der Prüfung: In der Prüfung steht er oft nicht als Zahl da, sondern im Bestandsdiagramm: Es ist die Spitze der Zacke, kurz nachdem der Bestand senkrecht nach oben springt.

Beispielaufgabe

Der Mindestbestand beträgt 40 Stück, bestellt werden 160 Stück. Wie hoch ist der Höchstbestand?

40 Stück + 160 Stück = 200 Stück

Bestellmenge

Höchstbestand − Bestand bei Eintreffen der Lieferung

Gerechnet wird gegen den Bestand, der beim Eintreffen noch da ist, nicht gegen den heutigen.

Erklärung und Beispiel

Wie viel bestellt wird, ergibt sich aus dem Höchstbestand: Das Lager soll nach der Lieferung voll sein, aber nicht überlaufen.

In der Prüfung: Gerechnet wird gegen den Bestand, der beim EINTREFFEN der Lieferung noch da ist, nicht gegen den heutigen. Dazwischen wird weiter verbraucht.

Beispielaufgabe

Höchstbestand 4.800 Stück, beim Eintreffen der Lieferung sind noch 600 Stück da. Wie viel wird bestellt?

4.800 − 600 = 4.200 Stück

Lagerzinssatz

Jahreszinssatz der Bank × Ø Lagerdauer360

Zinssatz für die Zeit, die die Ware wirklich im Lager liegt.

Erklärung und Beispiel

Nicht der Zinssatz der Bank, sondern der Anteil davon, der auf die tatsächliche Lagerzeit entfällt. Ware, die 45 Tage liegt, kostet nur den Zins für 45 Tage.

In der Prüfung: Hier steht die Lagerdauer im Zähler, nicht der Lagerbestand. Die Zinsen selbst kommen erst im nächsten Schritt.

Beispielaufgabe

Der Jahreszinssatz beträgt 8 %, die durchschnittliche Lagerdauer 45 Tage. Wie hoch ist der Lagerzinssatz?

8 % × 45 Tage ÷ 360 = 1 %

Lagerzinsen

Lagerzinssatz × Ø Lagerbestand100

Was das im Lager gebundene Kapital an Zinsen kostet.

Erklärung und Beispiel

Was das im Lager gebundene Kapital an Zinsen kostet. Sie gehören zu den Handlungskosten und sind der Grund, warum ein hoher Lagerbestand teuer ist.

In der Prüfung: Zwei Schritte: erst der Lagerzinssatz, dann die Zinsen. Wer den Jahreszinssatz direkt einsetzt, rechnet ein Vielfaches zu viel.

Beispielaufgabe

Der Lagerzinssatz beträgt 1 %, der durchschnittliche Lagerbestand 60.000,00 €. Wie hoch sind die Lagerzinsen?

1 % × 60.000,00 € ÷ 100 = 600,00 €

Inventurdifferenz

Sollbestand − Istbestand

Fehlt Ware, ist der Istbestand kleiner. In Prozent: Inventurdifferenz × 100 ÷ Sollbestand.

Erklärung und Beispiel

Der Unterschied zwischen dem, was laut Warenwirtschaft da sein müsste, und dem, was gezählt wurde. Ursachen sind Diebstahl, Bruch, Verderb oder Buchungsfehler.

In der Prüfung: Sollbestand minus Istbestand. Fehlt Ware, ist das Ergebnis positiv. In Prozent wird durch den Sollbestand geteilt.

Beispielaufgabe

Laut Warenwirtschaft müssten 1.240 Stück im Lager sein, gezählt wurden 1.198. Wie hoch ist die Inventurdifferenz?

1.240 Stück − 1.198 Stück = 42 StückIn Prozent: 42 × 100 ÷ 1.240 = 3,39 %.

Optimale Bestellmenge

Merken · Optimale Bestellmenge und Losgröße

Zwei Wege zum selben Ergebnis: die Formel, oder eine Tabelle, in der du je Zeile die Bestell- oder Loswechselkosten und die Lagerkosten addierst und die kleinste Summe suchst. In der Prüfung kommt bisher die Tabelle.

Bestellkosten im Jahr

Kosten je Bestellung × Anzahl der Bestellungen

Steigen mit jeder zusätzlichen Bestellung. Das ist der eine Teil der Tabelle.

Erklärung und Beispiel

Jede Bestellung kostet Geld, unabhängig von der Menge: Angebotsvergleich, Bestellung, Wareneingang, Rechnungsprüfung. Wer öfter bestellt, zahlt diesen Betrag öfter.

In der Prüfung: Sie sind der eine Teil der Tabelle zur optimalen Bestellmenge und steigen mit der Zahl der Bestellungen.

Beispielaufgabe

Eine Bestellung kostet 25,00 EUR. Der Jahresbedarf wird in 2 Bestellungen beschafft. Wie hoch sind die Bestellkosten im Jahr?

25,00 EUR × 2 = 50,00 EUR

Lagerhaltungskosten

Wert des Ø Lagerbestands × Lagerhaltungskostensatz100

Sinken mit jeder zusätzlichen Bestellung, weil der durchschnittliche Bestand kleiner wird. Das ist der andere Teil der Tabelle.

Erklärung und Beispiel

Was das Lagern kostet: Zinsen für das gebundene Kapital, Miete, Versicherung, Schwund. Bezugsgröße ist der WERT des durchschnittlichen Lagerbestands.

In der Prüfung: Der durchschnittliche Bestand ist bei gleichmäßigem Verbrauch die halbe Bestellmenge. Der Lagerhaltungskostensatz gilt pro Jahr.

Beispielaufgabe

Der durchschnittliche Lagerbestand ist 360,00 EUR wert, der Lagerhaltungskostensatz beträgt 12 Prozent im Jahr. Wie hoch sind die Lagerhaltungskosten?

360,00 EUR × 12 ÷ 100 = 43,20 EUR

Gesamtkosten der Beschaffung

Bestellkosten im Jahr + Lagerhaltungskosten

Die Zeile mit der kleinsten Summe ist die optimale Bestellmenge. Bei der Losgröße stehen an derselben Stelle Loswechselkosten und Lagerkosten.

Erklärung und Beispiel

Bestellkosten und Lagerhaltungskosten laufen gegeneinander: Wer selten bestellt, spart Bestellkosten und zahlt Lagerkosten. Die Summe beider ist das, was zählt.

In der Prüfung: Die Prüfung will die Tabelle sehen. Rechne jede Bestellhäufigkeit durch und markiere die Zeile mit der kleinsten Summe.

Beispielaufgabe

Bei 2 Bestellungen im Jahr fallen 50,00 EUR Bestellkosten und 43,20 EUR Lagerhaltungskosten an. Wie hoch sind die Gesamtkosten?

50,00 EUR + 43,20 EUR = 93,20 EURBei 1 Bestellung wären es 111,40 EUR, bei 4 Bestellungen 121,60 EUR. Zwei Bestellungen sind das Optimum.

Optimale Bestellmenge

200 × Jahresbedarf × Bestellkosten je BestellungEinstandspreis je Stück × Lagerhaltungskostensatz in %

Der rechnerische Punkt, an dem Bestell- und Lagerhaltungskosten zusammen am kleinsten sind.

Erklärung und Beispiel

Je größer die Bestellmenge, desto seltener wird bestellt und desto niedriger sind die Bestellkosten. Zugleich steigt der durchschnittliche Lagerbestand und mit ihm die Lagerhaltungskosten. Gesucht ist die Menge, bei der die Summe aus beiden am kleinsten ist.

In der Prüfung: Im Optimum sind Bestell- und Lagerhaltungskosten gleich hoch, daran prüfst du dein Ergebnis. Die 200 sind 2 × 100, weil der Lagerhaltungskostensatz in Prozent steht.

Beispielaufgabe

Jahresbedarf 720 Tonnen, Bestellkosten 240,00 EUR je Bestellung, Einstandspreis 1.250,00 EUR je Tonne, Lagerhaltungskostensatz 12 Prozent. Wie groß ist die optimale Bestellmenge?

√(200 × 720 × 240,00 EUR ÷ (1.250,00 EUR × 12)) = √2.304 = 48 TonnenGegenprobe: 15 Bestellungen × 240,00 EUR = 3.600,00 EUR Bestellkosten, und der halbe Bestand von 24 Tonnen kostet 30.000,00 EUR × 12 ÷ 100 = 3.600,00 EUR Lagerhaltung. Gleich hoch, also stimmt es.

Zinsen

Zinsen nach Tagen

Kapital × Zinssatz × Tage100 × 360

Das Jahr hat 360 Tage, jeder Monat 30. So rechnet die Prüfung.

Erklärung und Beispiel

Die Grundformel der Zinsrechnung für Zeiträume unter einem Jahr. Kapital, Zinssatz und Zeit stehen oben, unten die 100 für die Prozente und die 360 für das Jahr.

In der Prüfung: Das Jahr hat 360 Tage, jeder Monat 30. Der erste Tag zählt nicht mit, der letzte schon.

Beispielaufgabe

Ein Kapital von 12.000,00 € wird 90 Tage lang mit 6 % verzinst. Wie hoch sind die Zinsen?

12.000,00 € × 6 × 90 ÷ (100 × 360) = 180,00 €

Zinsen nach Monaten

Kapital × Zinssatz × Monate100 × 12
Erklärung und Beispiel

Dieselbe Rechnung, wenn die Laufzeit in vollen Monaten angegeben ist. Unten steht dann 12 statt 360.

In der Prüfung: Nicht Tage und Monate mischen: Entweder 90 Tage mit ÷ 360 oder 3 Monate mit ÷ 12.

Beispielaufgabe

Ein Kapital von 12.000,00 € wird 3 Monate lang mit 6 % verzinst. Wie hoch sind die Zinsen?

12.000,00 € × 6 × 3 ÷ (100 × 12) = 180,00 €

Deckungsbeitragsrechnung

Nettoverkaufserlöse
variable Kosten
(Wareneinsatz, variable Handlungskosten)
=Deckungsbeitrag
fixe Kosten
=Betriebserfolg (Gewinn oder Verlust)

Deckungsbeitrag

Nettoverkaufserlöse − variable Kosten

Erklärung und Beispiel

Was nach Abzug der variablen Kosten übrig bleibt, um die Fixkosten zu decken. Erst wenn alle Fixkosten gedeckt sind, entsteht Gewinn.

In der Prüfung: Abgezogen werden nur die variablen Kosten. Miete und Gehälter bleiben draußen, sie fallen auch ohne Verkauf an.

Beispielaufgabe

Ein Sortiment erlöst 90.000,00 € netto bei 54.000,00 € variablen Kosten. Wie hoch ist der Deckungsbeitrag?

90.000,00 € − 54.000,00 € = 36.000,00 €

Stückdeckungsbeitrag

Nettoverkaufspreis − variable Kosten je Stück

Mal Absatzmenge ergibt den Gesamtdeckungsbeitrag.

Erklärung und Beispiel

Derselbe Gedanke je Stück: Was trägt ein einzelner Artikel zur Deckung der Fixkosten bei? Mal Absatzmenge ergibt das den Gesamtdeckungsbeitrag.

In der Prüfung: Ein positiver Stückdeckungsbeitrag heißt noch nicht Gewinn. Er heißt nur, dass sich der Verkauf lohnt.

Beispielaufgabe

Ein Artikel wird für 45,00 € netto verkauft, die variablen Kosten je Stück betragen 27,00 €. Wie hoch ist der Stückdeckungsbeitrag?

45,00 € − 27,00 € = 18,00 €

Gewinnschwelle (Break-Even-Point)

Fixkosten(Nettoverkaufspreis − variable Kosten je Stück)
oder
FixkostenStückdeckungsbeitrag
Erklärung und Beispiel

Die Stückzahl, ab der die Fixkosten gedeckt sind. Darunter macht der Betrieb Verlust, darüber Gewinn. Jedes verkaufte Stück trägt mit seinem Deckungsbeitrag zur Deckung bei.

In der Prüfung: Das Ergebnis ist eine Stückzahl, kein Euro-Betrag. Und die Fixkosten bleiben in voller Höhe stehen, auch wenn nur ein Produkt gerechnet wird.

Beispielaufgabe

Verkaufspreis 149,00 €, variable Kosten 72,00 € je Stück, Fixkosten 103.950,00 €. Ab welcher Menge beginnt der Gewinn?

103.950,00 € ÷ (149,00 € − 72,00 €) = 1.350 StückDer Nenner ist der Stückdeckungsbeitrag: 77,00 € je Stück.

Break-even-Umsatz

Gewinnschwellenmenge × Nettoverkaufspreis

Der Umsatz, ab dem die Fixkosten gedeckt sind.

Erklärung und Beispiel

Die Gewinnschwelle in Euro statt in Stück. Sie sagt, welchen Umsatz der Betrieb mindestens braucht, um die Fixkosten zu decken.

In der Prüfung: Gerechnet wird mit dem Nettoverkaufspreis, nicht mit dem Deckungsbeitrag.

Beispielaufgabe

Die Gewinnschwelle liegt bei 600 Stück, der Nettoverkaufspreis beträgt 1.875,00 EUR. Wie hoch ist der Break-even-Umsatz?

600 × 1.875,00 EUR = 1.125.000,00 EUR

Sicherheitskoeffizient

(Istmenge − Gewinnschwellenmenge) × 100Istmenge

Um wie viel Prozent der Absatz einbrechen darf, bevor der Betrieb in die Verlustzone gerät.

Erklärung und Beispiel

Der Abstand zwischen der geplanten Menge und der Gewinnschwelle, in Prozent der geplanten Menge. Er zeigt, wie viel Luft nach unten bleibt.

In der Prüfung: Bezugsgröße ist die Ist- oder Planmenge, nicht die Gewinnschwellenmenge.

Beispielaufgabe

Geplant sind 800 Stück, die Gewinnschwelle liegt bei 600 Stück. Wie hoch ist der Sicherheitskoeffizient?

(800 − 600) × 100 ÷ 800 = 25 ProzentDer Absatz dürfte also um ein Viertel einbrechen, bevor Verluste entstehen.

Marketing und Vertrieb

Marktanteil

eigener Umsatz × 100Marktvolumen

Bezugsgröße ist das Marktvolumen, also das tatsächlich Abgesetzte. Was höchstens abgesetzt werden könnte, ist das Marktpotenzial.

Erklärung und Beispiel

Der eigene Absatz im Verhältnis zu dem, was der ganze Markt abnimmt. Er zeigt die Stellung im Wettbewerb, nicht den Erfolg an sich.

In der Prüfung: Marktvolumen ist, was tatsächlich abgesetzt wird; Marktpotenzial, was höchstens abgesetzt werden könnte. Die beiden nicht vertauschen.

Beispielaufgabe

Der eigene Absatz beträgt 3.600 Stück, das Marktvolumen 24.000 Stück. Wie hoch ist der Marktanteil?

3.600 × 100 ÷ 24.000 = 15 Prozent

Relativer Marktanteil

eigener Marktanteil × 100Marktanteil des Marktführers

Er misst den Abstand zur Spitze. 50 Prozent heißen: Der Marktführer ist doppelt so groß.

Erklärung und Beispiel

Der eigene Marktanteil im Verhältnis zu dem des Marktführers. Er zeigt den Abstand zur Spitze, den der absolute Anteil verschweigt.

In der Prüfung: Ist man selbst Marktführer, liegt der Wert über 100 Prozent. Bezugsgröße ist der Anteil des Größten, nicht der Markt.

Beispielaufgabe

Eigener Marktanteil 20 Prozent, der Marktführer hat 40 Prozent. Wie hoch ist der relative Marktanteil?

20 × 100 ÷ 40 = 50 ProzentDer Marktführer ist also doppelt so groß.

Sättigungsgrad

Marktvolumen × 100Marktpotenzial

Wie weit der Markt ausgeschöpft ist. Je näher an 100 Prozent, desto härter der Verdrängungswettbewerb.

Erklärung und Beispiel

Wie weit der Markt schon ausgeschöpft ist: das tatsächliche Volumen im Verhältnis zum Potenzial.

In der Prüfung: Je näher an 100 Prozent, desto weniger Neukunden gibt es und desto härter wird der Verdrängungswettbewerb.

Beispielaufgabe

Marktvolumen 24.000 Stück, Marktpotenzial 30.000 Stück. Wie hoch ist der Sättigungsgrad?

24.000 × 100 ÷ 30.000 = 80 Prozent

Kritischer Umsatz (Reisender oder Handelsvertreter)

feste Kosten des Reisenden × 100(Provisionssatz Vertreter − Provisionssatz Reisender)

Unter diesem Umsatz ist der Handelsvertreter günstiger, weil seine Kosten mit dem Umsatz mitwandern. Darüber trägt sich der eigene Reisende.

Erklärung und Beispiel

Der angestellte Reisende kostet ein festes Gehalt, der selbstständige Handelsvertreter eine Provision vom Umsatz. Beim kritischen Umsatz sind beide gleich teuer.

In der Prüfung: Unter dem kritischen Umsatz ist der Handelsvertreter günstiger, weil seine Kosten mitwandern. Darüber trägt sich der eigene Außendienst.

Beispielaufgabe

Der eigene Außendienst kostet 96.000,00 EUR im Jahr, der Handelsvertreter 6 Prozent Provision. Wo liegt der kritische Umsatz?

96.000,00 EUR × 100 ÷ 6 = 1.600.000,00 EURBei 900.000,00 EUR Umsatz kostet der Vertreter nur 54.000,00 EUR und ist damit deutlich günstiger.

Erfolg und Rentabilität

Eigenkapitalrentabilität

Gewinn × 100Eigenkapital

Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals.

Erklärung und Beispiel

Wie gut sich das eigene Geld verzinst hat. Sie zeigt, ob sich das Unternehmen für den Inhaber mehr lohnt als eine Anlage bei der Bank.

In der Prüfung: Im Nenner steht nur das Eigenkapital, nicht das Gesamtkapital.

Beispielaufgabe

Der Gewinn beträgt 24.000,00 €, das Eigenkapital 150.000,00 €. Wie hoch ist die Eigenkapitalrentabilität?

24.000,00 € × 100 ÷ 150.000,00 € = 16 %

Gesamtkapitalrentabilität

(Gewinn + Fremdkapitalzinsen) × 100Gesamtkapital
Erklärung und Beispiel

Wie gut das gesamte eingesetzte Kapital gearbeitet hat, gleich ob eigenes oder geliehenes. Deshalb werden die Fremdkapitalzinsen wieder dazugerechnet.

In der Prüfung: Die Fremdkapitalzinsen gehören in den Zähler, denn sie sind Ertrag des Gesamtkapitals, auch wenn sie beim Gewinn schon abgezogen wurden.

Beispielaufgabe

Der Gewinn beträgt 24.000,00 €, die Fremdkapitalzinsen 6.000,00 €, das Gesamtkapital 250.000,00 €. Wie hoch ist die Gesamtkapitalrentabilität?

(24.000,00 € + 6.000,00 €) × 100 ÷ 250.000,00 € = 12 %

Umsatzrentabilität

Gewinn × 100Umsatz

Wie viel Gewinn in jedem Euro Umsatz steckt.

Erklärung und Beispiel

Wie viel Gewinn in jedem Euro Umsatz steckt. Im Einzelhandel sind einstellige Werte normal.

In der Prüfung: Bezugsgröße ist der Umsatz, nicht das Kapital. Ein hoher Umsatz allein sagt nichts über den Erfolg.

Beispielaufgabe

Der Gewinn beträgt 24.000,00 € bei einem Umsatz von 600.000,00 €. Wie hoch ist die Umsatzrentabilität?

24.000,00 € × 100 ÷ 600.000,00 € = 4 %In jedem verkauften Euro stecken 4 Cent Gewinn.

Eigenkapitalquote

Eigenkapital × 100Gesamtkapital

Anteil des Eigenkapitals am gesamten Kapital. Je höher, desto unabhängiger vom Kredit.

Erklärung und Beispiel

Der Anteil des eigenen Geldes am gesamten Kapital. Je höher sie ist, desto unabhängiger ist der Betrieb von Krediten und desto leichter bekommt er neue.

In der Prüfung: Sie ist eine Bilanzkennzahl, keine Erfolgskennzahl: Sie sagt nichts über den Gewinn.

Beispielaufgabe

Das Eigenkapital beträgt 150.000,00 €, das Gesamtkapital 250.000,00 €. Wie hoch ist die Eigenkapitalquote?

150.000,00 € × 100 ÷ 250.000,00 € = 60 %

Wirtschaftlichkeit

LeistungKosten

Über 1 heißt: Es lohnt sich.

Erklärung und Beispiel

Das Verhältnis von Leistung zu Kosten. Über 1 heißt: Es kommt mehr heraus, als hineingesteckt wurde.

In der Prüfung: Sie ist eine Verhältniszahl ohne Einheit. Genau 1 heißt weder Gewinn noch Verlust.

Beispielaufgabe

Einer Leistung von 540.000,00 € stehen Kosten von 450.000,00 € gegenüber. Wie hoch ist die Wirtschaftlichkeit?

540.000,00 € ÷ 450.000,00 € = 1,2

Produktivität

Ausbringungsmenge (Output)Einsatzmenge (Input)

Je nach Betrieb als Umsatz je Quadratmeter Fläche, je Mitarbeiter oder je Arbeitsstunde.

Erklärung und Beispiel

Was aus dem Einsatz herauskommt, gemessen in Mengen oder Euro. Im Handel meist als Umsatz je Quadratmeter Verkaufsfläche.

In der Prüfung: Anders als die Wirtschaftlichkeit vergleicht sie Mengen mit Mengen, nicht Euro mit Euro.

Beispielaufgabe

Ein Markt macht 480.000,00 € Umsatz auf 240 m² Verkaufsfläche. Wie hoch ist die Flächenproduktivität?

480.000,00 € ÷ 240 m² = 2.000,00 € je m²

Arbeitsproduktivität

Ausbringungsmenge (Output)Arbeitsstunden (Input)

Im Handel meist als Umsatz je Mitarbeiter oder Umsatz je Arbeitsstunde.

Erklärung und Beispiel

Der Ertrag je Arbeitsstunde oder je Mitarbeiter. Sie zeigt, ob mehr Personal auch mehr bringt.

In der Prüfung: Im Nenner stehen Arbeitsstunden oder Mitarbeiterzahl, nicht die Personalkosten.

Beispielaufgabe

Ein Betrieb erwirtschaftet 480.000,00 € Umsatz bei 12.000 Arbeitsstunden. Wie hoch ist die Arbeitsproduktivität?

480.000,00 € ÷ 12.000 Stunden = 40,00 € je Stunde

Werberendite

Umsatzzuwachs × 100Werbebudget

Wie viel Prozent des Werbebudgets als zusätzlicher Umsatz zurückkam.

Erklärung und Beispiel

Wie viel Prozent des Werbebudgets als zusätzlicher Umsatz zurückkam. Sie ist die Kennzahl, mit der sich eine Werbeaktion nachträglich in einer Zahl bewerten lässt.

In der Prüfung: Zwei Stolpersteine: Oben steht der Umsatz*zuwachs*, nicht der gesamte Umsatz. Und gefragt ist ein Prozentsatz: Das × 100 gehört dazu, sonst steht da ein Faktor.

Beispielaufgabe

Eine Werbeaktion kostete 9.000,00 € und brachte 36.000,00 € zusätzlichen Umsatz. Wie hoch ist die Werberendite?

36.000,00 € × 100 ÷ 9.000,00 € = 400 %Jeder Euro Werbung brachte 4,00 € mehr Umsatz.

Rohertragsquote

Rohertrag × 100Umsatz

Der Rohertrag ist Umsatz minus Wareneinsatz. Die Quote macht Warengruppen verschiedener Größe vergleichbar.

Erklärung und Beispiel

Der Rohertrag ist Umsatz minus Wareneinsatz. Als Quote vom Umsatz macht er Warengruppen und Filialen verschiedener Größe vergleichbar.

In der Prüfung: Der Rohertrag ist noch kein Gewinn: Die Handlungskosten sind darin nicht abgezogen.

Beispielaufgabe

Umsatz 2.175.000,00 EUR, Wareneinsatz 1.584.070,00 EUR. Wie hoch ist die Rohertragsquote?

590.930,00 EUR × 100 ÷ 2.175.000,00 EUR = 27,17 Prozent

Retourenquote

Retourenpositionen × 100gelieferte Positionen

Gezählt werden Positionen, nicht Sendungen. Eine hohe Quote deutet auf Beratungs- oder Verpackungsmängel.

Erklärung und Beispiel

Der Anteil der zurückgeschickten Positionen an allen gelieferten. Sie ist die schnellste Kennzahl für Beratungs- und Verpackungsqualität.

In der Prüfung: Gezählt werden POSITIONEN, nicht Sendungen und nicht Stück.

Beispielaufgabe

Von 12.400 gelieferten Positionen kommen 434 zurück. Wie hoch ist die Retourenquote?

434 × 100 ÷ 12.400 = 3,5 Prozent

Betriebsergebnis

Summe der Deckungsbeiträge − Fixkosten

Der Rohgewinn ist noch kein Betriebsergebnis: Die Handlungskosten müssen erst gedeckt sein.

Erklärung und Beispiel

Was aus dem eigentlichen Geschäft übrig bleibt: alle Deckungsbeiträge zusammen, abzüglich der Fixkosten. Zusammen mit dem neutralen Ergebnis ergibt es das Gesamtergebnis.

In der Prüfung: Der Rohgewinn ist noch kein Betriebsergebnis. Erst wenn die Handlungskosten gedeckt sind, verdient der Betrieb.

Beispielaufgabe

Die Summe der Deckungsbeiträge beträgt 271.500,00 EUR, die Fixkosten 10.300,00 EUR. Wie hoch ist das Betriebsergebnis?

271.500,00 EUR − 10.300,00 EUR = 261.200,00 EUR

Liquidität 1. Grades

flüssige Mittel × 100kurzfristige Verbindlichkeiten
Erklärung und Beispiel

Wie viel der kurzfristigen Schulden sofort aus Kasse und Bank zu zahlen wäre. Ein niedriger Wert ist normal, Geld soll arbeiten und nicht liegen.

In der Prüfung: Flüssige Mittel sind Kasse, Bank und Schecks. Forderungen zählen hier noch nicht mit.

Beispielaufgabe

Flüssige Mittel 60.000,00 EUR, kurzfristige Verbindlichkeiten 200.000,00 EUR. Wie hoch ist die Liquidität 1. Grades?

60.000,00 EUR × 100 ÷ 200.000,00 EUR = 30 Prozent

Liquidität 2. Grades

(flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen) × 100kurzfristige Verbindlichkeiten

Richtwert 100 %: Die kurzfristigen Schulden sollen aus Geld und Forderungen zu decken sein.

Erklärung und Beispiel

Der wichtigste der drei Grade: Geld und kurzfristige Forderungen gegen die kurzfristigen Schulden. Der Richtwert liegt bei 100 Prozent.

In der Prüfung: Vorräte gehören nicht dazu, sie müssen erst verkauft werden. Wer sie einrechnet, hat den 3. Grad.

Beispielaufgabe

Flüssige Mittel 60.000,00 EUR, kurzfristige Forderungen 150.000,00 EUR, kurzfristige Verbindlichkeiten 200.000,00 EUR. Wie hoch ist die Liquidität 2. Grades?

(60.000,00 EUR + 150.000,00 EUR) × 100 ÷ 200.000,00 EUR = 105 Prozent

Liquidität 3. Grades

Umlaufvermögen × 100kurzfristige Verbindlichkeiten
Erklärung und Beispiel

Das gesamte Umlaufvermögen gegen die kurzfristigen Schulden, also einschließlich der Vorräte. Der Richtwert liegt bei etwa 200 Prozent.

In der Prüfung: Ein hoher Wert ist nicht automatisch gut: Er kann auch heißen, dass zu viel Kapital im Lager steckt.

Beispielaufgabe

Umlaufvermögen 320.000,00 EUR, kurzfristige Verbindlichkeiten 200.000,00 EUR. Wie hoch ist die Liquidität 3. Grades?

320.000,00 EUR × 100 ÷ 200.000,00 EUR = 160 Prozent

Abschreibung

Nettoanschaffungspreis (ohne Umsatzsteuer)
Preisminderung (Rabatt, Skonto, Bonus)
+Anschaffungsnebenkosten (Transport, Montage, Umbau)
=Anschaffungskosten
Anschaffungskosten
Abschreibungsbetrag nach dem 1. Jahr
=Buchwert nach dem 1. Jahr
Abschreibungsbetrag nach dem 2. Jahr
=Buchwert nach dem 2. Jahr

Abschreibungsbetrag (linear)

AnschaffungskostenNutzungsdauer

Jedes Jahr derselbe Betrag. Anschaffungskosten − Abschreibung = Buchwert.

Erklärung und Beispiel

Anschaffungen über 1.000 € werden nicht sofort als Aufwand gebucht, sondern über ihre Nutzungsdauer verteilt. Linear heißt: jedes Jahr derselbe Betrag.

In der Prüfung: Grundlage sind die Anschaffungskosten ohne Umsatzsteuer, aber mit Transport und Montage, und nach Abzug von Rabatt und Skonto.

Beispielaufgabe

Eine Ladeneinrichtung kostet 24.000,00 € und wird über 8 Jahre abgeschrieben. Wie hoch ist der jährliche Abschreibungsbetrag?

24.000,00 € ÷ 8 Jahre = 3.000,00 € je JahrNach dem ersten Jahr beträgt der Buchwert 21.000,00 €.

Abschreibungssatz

100Nutzungsdauer

Der Prozentsatz, mit dem jedes Jahr abgeschrieben wird.

Erklärung und Beispiel

Derselbe Wert als Prozentsatz. Praktisch, wenn mehrere Gegenstände mit gleicher Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

In der Prüfung: Der Satz bezieht sich immer auf die Anschaffungskosten, nicht auf den jeweiligen Buchwert. Das gilt nur bei der linearen Abschreibung.

Beispielaufgabe

Ein Gegenstand wird über 8 Jahre abgeschrieben. Wie hoch ist der Abschreibungssatz?

100 ÷ 8 Jahre = 12,5 % je Jahr

Entgelt

Sozialversicherungsbeitrag

Bruttoentgelt × Beitragssatz100

Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen je die Hälfte. Über der Beitragsbemessungsgrenze wird nicht weiter gerechnet.

Erklärung und Beispiel

Die Beiträge zur Sozialversicherung werden vom Bruttoentgelt gerechnet. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen sie je zur Hälfte, ausgenommen der Zusatzbeitrag und die Unfallversicherung.

In der Prüfung: Über der Beitragsbemessungsgrenze wird nicht weiter gerechnet. Wer sie übersieht, kommt bei hohen Gehältern auf zu hohe Beiträge.

Beispielaufgabe

Das Bruttoentgelt beträgt 3.200,00 EUR, der Beitragssatz zur Rentenversicherung 18,6 Prozent. Wie hoch ist der Anteil des Arbeitnehmers?

3.200,00 EUR × 18,6 ÷ 100 ÷ 2 = 297,60 EUR

Verteilung, Durchschnitt und Prozent

Verteilungsrechnung

Anteil = Gesamtbetrag × VerteilungsschlüsselSumme der Schlüssel

Teilt einen Betrag nach einem Schlüssel auf: nach Fläche, Menge oder Köpfen.

Erklärung und Beispiel

Teilt einen Gesamtbetrag nach einem Schlüssel auf, etwa nach Fläche, Menge oder Anzahl der Personen. Jeder Anteil bekommt so viel, wie sein Schlüsselwert im Verhältnis zur Summe aller Schlüssel ausmacht.

In der Prüfung: Zuerst die Summe aller Schlüsselwerte bilden, dann jeden Anteil einzeln rechnen. Die Probe: Die Anteile müssen zusammen wieder den Gesamtbetrag ergeben.

Beispielaufgabe

3.000,00 € Lagerkosten werden nach Fläche verteilt: Bereich A hat 400 m², Bereich B 200 m². Was trägt Bereich A?

3.000,00 € × 400 m² ÷ 600 m² = 2.000,00 €Bereich B trägt die restlichen 1.000,00 €.

Durchschnitt

Summe der WerteAnzahl der Werte

Gewichtet: (Wert₁ × Menge₁ + Wert₂ × Menge₂) ÷ (Menge₁ + Menge₂).

Erklärung und Beispiel

Die Summe aller Werte geteilt durch ihre Anzahl. Sind die Werte unterschiedlich stark vertreten, wird gewichtet gerechnet.

In der Prüfung: Beim gewichteten Durchschnitt wird durch die Summe der Mengen geteilt, nicht durch die Anzahl der Werte.

Beispielaufgabe

Vier Filialen setzen 18.000, 22.000, 26.000 und 14.000 € um. Wie hoch ist der durchschnittliche Umsatz?

(18.000 € + 22.000 € + 26.000 € + 14.000 €) ÷ 4 = 20.000,00 €

Prozentwert

Grundwert × Prozentsatz100

Umgestellt: Prozentsatz = Prozentwert × 100 ÷ Grundwert. Grundwert = Prozentwert × 100 ÷ Prozentsatz.

Erklärung und Beispiel

Der Anteil, der auf einen Prozentsatz entfällt. Der Grundwert ist dabei immer das Ganze, also 100 %.

In der Prüfung: Erst klären, was der Grundwert ist. Bei „12 % mehr als im Vorjahr“ ist es das Vorjahr, nicht das laufende Jahr.

Beispielaufgabe

Ein Umsatz von 3.400,00 € soll um 12 % steigen. Wie hoch ist der Zuwachs?

3.400,00 € × 12 ÷ 100 = 408,00 €

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