Fachkraft für Lagerlogistik

Formelsammlung

Alle Rechenwege für die Abschlussprüfung. Zu jeder Formel eine kurze Erklärung und eine Beispielaufgabe zum Nachrechnen.

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Lagerkennzahlen

Meldebestand

Tagesabsatz × Lieferzeit + Mindestbestand

Ist dieser Bestand erreicht, muss bestellt werden. Sonst reicht die Ware bis zur Lieferung nicht.

Erklärung und Beispiel

Der Wecker im Lager: Ist er erreicht, muss bestellt werden. Er deckt den Verbrauch während der Lieferzeit ab, plus die eiserne Reserve.

In der Prüfung: Der Mindestbestand wird addiert, nicht abgezogen, denn er ist der Puffer, der übrig bleiben soll.

Beispielaufgabe

Ein Artikel wird täglich 10-mal verkauft, die Lieferzeit beträgt 3 Tage, der Mindestbestand 20 Stück. Wie hoch ist der Meldebestand?

10 Stück × 3 Tage + 20 Stück = 50 Stück

Ø Lagerbestand (einfach)

(Jahresanfangsbestand + Jahresendbestand)2

Reicht, wenn nur Anfangs- und Endbestand bekannt sind.

Erklärung und Beispiel

Wie viel Ware im Schnitt über das Jahr im Lager lag. Er ist die Bezugsgröße für fast jede andere Lagerkennzahl.

In der Prüfung: Steht die Frage in Euro, rechnest du mit Einstandspreisen, nie mit Verkaufspreisen.

Beispielaufgabe

Am 1. Januar lagen Waren für 8.000,00 € im Lager, am 31. Dezember für 6.000,00 €. Wie hoch ist der durchschnittliche Lagerbestand?

(8.000,00 € + 6.000,00 €) ÷ 2 = 7.000,00 €

Ø Lagerbestand (genau)

(Jahresanfangsbestand + 12 Monatsendbestände)13

Dreizehn Werte, dreizehn Teiler. Der Anfangsbestand zählt mit.

Erklärung und Beispiel

Wer die Monatswerte hat, rechnet genauer. Ein Saisonartikel, der im Sommer das Lager füllt und im Winter leer steht, sieht in der einfachen Formel harmlos aus.

In der Prüfung: Der häufigste Fehler ist der Teiler 12. Es sind dreizehn Werte: der Anfangsbestand plus zwölf Monatsenden.

Beispielaufgabe

Der Anfangsbestand beträgt 6.600,00 €, die zwölf Monatsendbestände summieren sich auf 71.400,00 €. Wie hoch ist der durchschnittliche Lagerbestand?

(6.600,00 € + 71.400,00 €) ÷ 13 = 6.000,00 €

Ø Lagerbestand (aus dem Umschlag)

Umsatz zu EinstandspreisenLagerumschlagshäufigkeit

Der Umsatz zu Einstandspreisen ist der Wareneinsatz. Die LU-Formel nach dem Bestand umgestellt.

Erklärung und Beispiel

Die dritte Umstellung derselben Beziehung. Kennst du den Wareneinsatz und die Umschlagshäufigkeit, brauchst du keine Monatsbestände, um auf den durchschnittlichen Bestand zu kommen.

In der Prüfung: Umsatz zu Einstandspreisen ist dasselbe wie Wareneinsatz, nur die im Lager übliche Bezeichnung. Wer stattdessen den Umsatz zu Verkaufspreisen einsetzt, bekommt einen viel zu hohen Bestand.

Beispielaufgabe

Der Umsatz zu Einstandspreisen beträgt 96.000,00 €, die Umschlagshäufigkeit 12. Wie hoch ist der durchschnittliche Lagerbestand?

96.000,00 € ÷ 12 = 8.000,00 €

Lagerumschlagshäufigkeit (LU)

WareneinsatzØ Lagerbestand

Wie oft das Lager im Jahr verkauft und neu gefüllt wird.

Erklärung und Beispiel

Wie oft das Lager im Jahr komplett verkauft und neu gefüllt wird. Eine hohe Zahl ist gut: Die Ware liegt kürzer, bindet weniger Geld und veraltet nicht.

In der Prüfung: Oben steht der Wareneinsatz, also der Umsatz zu Einstandspreisen, nicht der Umsatz. Sonst kommt eine viel zu hohe Zahl heraus.

Beispielaufgabe

Der Wareneinsatz beträgt 96.000,00 €, der durchschnittliche Lagerbestand 8.000,00 €. Wie hoch ist die Umschlagshäufigkeit?

96.000,00 € ÷ 8.000,00 € = 12Das Lager wird zwölfmal im Jahr umgeschlagen.

Lagerumschlagshäufigkeit (aus dem Absatz)

JahresabsatzØ Lagerbestand

Wenn die Aufgabe Mengen nennt statt Werte: Absatz in Stück, Bestand in Stück.

Erklärung und Beispiel

Derselbe Wert, gerechnet aus Mengen statt aus Geld. Nimm diesen Weg, wenn die Aufgabe Stückzahlen nennt und keine Preise.

In der Prüfung: Oben und unten muss dieselbe Einheit stehen: Stück gegen Stück, Euro gegen Euro. Jahresabsatz in Stück durch einen Bestand in Euro zu teilen, ergibt eine Zahl ohne Bedeutung.

Beispielaufgabe

Der Jahresabsatz beträgt 24.000 Stück, der durchschnittliche Lagerbestand 2.000 Stück. Wie hoch ist die Umschlagshäufigkeit?

24.000 Stück ÷ 2.000 Stück = 12

Lagerumschlagshäufigkeit (aus der Lagerdauer)

360Ø Lagerdauer

Die Umkehrung der Lagerdauer. Beide Wege führen zur selben Zahl.

Erklärung und Beispiel

Umschlagshäufigkeit und Lagerdauer sind dieselbe Aussage von zwei Seiten. Kennst du die eine, hast du die andere mit einer Division.

In der Prüfung: Der Zähler ist immer 360, auch wenn die Aufgabe von Monaten spricht. Und die Lagerdauer gehört unter den Bruchstrich, nicht darüber.

Beispielaufgabe

Ein Artikel liegt im Schnitt 30 Tage im Lager. Wie oft wird das Lager im Jahr umgeschlagen?

360 Tage ÷ 30 Tage = 12Gegenprobe: 360 ÷ 12 ergibt wieder 30 Tage.

Ø Lagerdauer

360Lagerumschlagshäufigkeit

Wie viele Tage ein Artikel im Schnitt im Lager liegt.

Erklärung und Beispiel

Dieselbe Aussage wie die Umschlagshäufigkeit, nur in Tagen. Sie zeigt anschaulich, wie lange das Geld im Regal gebunden ist.

In der Prüfung: Das Jahr hat 360 Tage und jeder Monat 30. So rechnet die IHK, auch wenn der Kalender etwas anderes sagt.

Beispielaufgabe

Die Umschlagshäufigkeit beträgt 12. Wie viele Tage liegt ein Artikel im Schnitt im Lager?

360 Tage ÷ 12 = 30 Tage

Lagerzinssatz

Jahreszinssatz der Bank × Ø Lagerdauer360

Zinssatz für die Zeit, die die Ware wirklich im Lager liegt.

Erklärung und Beispiel

Nicht der Zinssatz der Bank, sondern der Anteil davon, der auf die tatsächliche Lagerzeit entfällt. Ware, die 45 Tage liegt, kostet nur den Zins für 45 Tage.

In der Prüfung: Hier steht die Lagerdauer im Zähler, nicht der Lagerbestand. Die Zinsen selbst kommen erst im nächsten Schritt.

Beispielaufgabe

Der Jahreszinssatz beträgt 8 %, die durchschnittliche Lagerdauer 45 Tage. Wie hoch ist der Lagerzinssatz?

8 % × 45 Tage ÷ 360 = 1 %

Lagerzinsen

Lagerzinssatz × Ø Lagerbestand100

Was das im Lager gebundene Kapital an Zinsen kostet.

Erklärung und Beispiel

Was das im Lager gebundene Kapital an Zinsen kostet. Sie gehören zu den Handlungskosten und sind der Grund, warum ein hoher Lagerbestand teuer ist.

In der Prüfung: Zwei Schritte: erst der Lagerzinssatz, dann die Zinsen. Wer den Jahreszinssatz direkt einsetzt, rechnet ein Vielfaches zu viel.

Beispielaufgabe

Der Lagerzinssatz beträgt 1 %, der durchschnittliche Lagerbestand 60.000,00 €. Wie hoch sind die Lagerzinsen?

1 % × 60.000,00 € ÷ 100 = 600,00 €

Inventurdifferenz

Sollbestand − Istbestand

Fehlt Ware, ist der Istbestand kleiner. In Prozent: Inventurdifferenz × 100 ÷ Sollbestand.

Erklärung und Beispiel

Der Unterschied zwischen dem, was laut Warenwirtschaft da sein müsste, und dem, was gezählt wurde. Ursachen sind Diebstahl, Bruch, Verderb oder Buchungsfehler.

In der Prüfung: Sollbestand minus Istbestand. Fehlt Ware, ist das Ergebnis positiv. In Prozent wird durch den Sollbestand geteilt.

Beispielaufgabe

Laut Warenwirtschaft müssten 1.240 Stück im Lager sein, gezählt wurden 1.198. Wie hoch ist die Inventurdifferenz?

1.240 Stück − 1.198 Stück = 42 StückIn Prozent: 42 × 100 ÷ 1.240 = 3,39 %.

Gewicht, Fläche und Raum

Bruttogewicht

Nettogewicht + Tara

Tara ist das Gewicht der Verpackung. Umgestellt: Tara = Bruttogewicht − Nettogewicht.

Erklärung und Beispiel

Das Gewicht der Ware zusammen mit ihrer Verpackung. Die Verpackung allein heißt Tara, die Ware allein Nettogewicht.

In der Prüfung: Achte darauf, wonach gefragt ist. Bei Ladung auf einer Palette zählt die Palette selbst zur Tara, nicht zur Ware.

Beispielaufgabe

Ein Rollstuhl wiegt 45 kg, der Wellpapp-Container auf der Europalette 30 kg. Wie hoch ist das Bruttogewicht?

45 kg + 30 kg = 75 kg

Taraanteil

Tara × 100Bruttogewicht

Die Prüfung gibt den Anteil oft vor und fragt nach dem Gewicht der Verpackung: Tara = Bruttogewicht × Anteil ÷ 100.

Erklärung und Beispiel

Wie viel Prozent des Gesamtgewichts auf die Verpackung entfallen. Die Prüfung gibt diesen Anteil oft vor und fragt nach dem Gewicht in Kilogramm.

In der Prüfung: Der Prozentsatz bezieht sich auf das Bruttogewicht, nicht auf das Nettogewicht. Wer vom Nettogewicht rechnet, kommt auf einen zu kleinen Wert.

Beispielaufgabe

Eine Lieferung wiegt 800 kg und enthält 7 % Tara. Wie schwer ist die Verpackung?

800 kg × 7 ÷ 100 = 56 kgDie Ware selbst wiegt damit 744 kg.

Fläche

Länge × Breite

Ergibt Quadratmeter. Die Europalette misst 0,8 m × 1,2 m, ihre Stellfläche also 0,96 m². Für mehrere: Stellfläche × Anzahl.

Erklärung und Beispiel

Länge mal Breite, das Ergebnis in Quadratmetern. Damit rechnest du Stellflächen, Ladeflächen und die Fläche einer ganzen Halle.

In der Prüfung: Rechne zuerst alles in Meter um. Wer Zentimeter und Meter mischt, verfehlt das Ergebnis um den Faktor 100.

Beispielaufgabe

Eine Europalette misst 0,8 m × 1,2 m. Welche Stellfläche brauchen 21 Paletten?

0,8 m × 1,2 m × 21 = 20,16 m²Eine einzelne Palette belegt 0,96 m².

Volumen

Länge × Breite × Höhe

Ergibt Kubikmeter. So wird auch der Frachtraum von Lkw, Container und Wechselbrücke gerechnet.

Erklärung und Beispiel

Länge mal Breite mal Höhe, das Ergebnis in Kubikmetern. So bestimmst du den Raumbedarf einer Sendung und den Frachtraum von Lkw, Container und Wechselbrücke.

In der Prüfung: Die Höhe wird gern vergessen, weil sie in der Skizze steht statt im Text. Und ein Kubikmeter sind 1.000 Liter, nicht 100.

Beispielaufgabe

Eine Schachtel misst 0,6 m × 0,4 m × 0,45 m. Welches Volumen haben 60 Schachteln?

0,6 m × 0,4 m × 0,45 m × 60 = 6,48 m³

Kommissionierung

Kommissionierzeit

Basiszeit + Wegzeit + Greifzeit + Totzeit + Verteilzeit

Sekunden in Minuten: Sekunden ÷ 60. Eine Zeitersparnis in Prozent: Differenz × 100 ÷ Ausgangszeit.

Erklärung und Beispiel

Die Summe aller Zeitanteile eines Kommissionierauftrags: Basiszeit, Wegzeit, Greifzeit, Totzeit und Verteilzeit. Der größte Hebel liegt fast immer bei der Wegzeit.

In der Prüfung: Die Prüfung rechnet in Sekunden und fragt in Minuten, oder umgekehrt. Rechne zuerst alles in Sekunden um, teile erst am Schluss durch 60.

Beispielaufgabe

Ein Auftrag dauert 870 Sekunden. Wie lang ist das in Minuten?

870 Sekunden ÷ 60 = 14,5 MinutenAlso 14 Minuten und 30 Sekunden.

Kommissionierzeit je Auftrag

Basis- und Verteilzeit + Positionen × Zeit je Position + Zuschlag

Der Zuschlag kommt aus der Tabelle im Heft, meist nach Gewicht und Volumen. Basis- und Verteilzeit fallen einmal je Auftrag an, nicht je Position.

Erklärung und Beispiel

Der zweite Weg zur Kommissionierzeit, und der, den die Prüfung meist rechnet: Basis- und Verteilzeit fallen einmal je Auftrag an, Weg-, Tot- und Greifzeit dagegen je Position. Dazu kommt ein Zuschlag aus einer Tabelle, meist nach Gewicht und Volumen.

In der Prüfung: Der häufigste Fehler ist, die Basis- und Verteilzeit mit der Positionszahl zu multiplizieren. Sie fällt einmal an, egal wie viele Positionen der Auftrag hat.

Beispielaufgabe

70 Positionen, 1,5 Minuten je Position, 5 Minuten Basis- und Verteilzeit je Auftrag, laut Tabelle 25 Minuten Zuschlag. Wie lang dauert der Auftrag?

5 Min + 70 × 1,5 Min + 25 Min = 135 MinutenDen Zuschlag liest du aus der Tabelle ab: Zeile nach Gewicht, Spalte nach Volumen.

Auslastungsgrad

(Gesamtzeit − Stillstandszeit) × 100Gesamtzeit

Wie viel der Schicht ein Fördermittel wirklich gearbeitet hat. Gesamtzeit und Stillstand in derselben Einheit rechnen.

Erklärung und Beispiel

Wie viel einer Schicht ein Fördermittel wirklich gearbeitet hat. Was fehlt, ist Stillstand: technische Störung, zu spät bereitgestellte Ware, Wartezeit.

In der Prüfung: Der Stillstand wird meist in mehreren Posten und in Sekunden genannt, die Schicht in Stunden. Erst alles in dieselbe Einheit bringen, dann rechnen.

Beispielaufgabe

Achtstündige Schicht, Stillstand 900 + 330 + 570 Sekunden. Wie hoch ist der Auslastungsgrad?

(480 Min − 30 Min) × 100 ÷ 480 Min = 93,75 %1.800 Sekunden Stillstand sind 30 Minuten, acht Stunden sind 480 Minuten.

Zinsen

Zinsen nach Tagen

Kapital × Zinssatz × Tage100 × 360

Das Jahr hat 360 Tage, jeder Monat 30. So rechnet die Prüfung.

Erklärung und Beispiel

Die Grundformel der Zinsrechnung für Zeiträume unter einem Jahr. Kapital, Zinssatz und Zeit stehen oben, unten die 100 für die Prozente und die 360 für das Jahr.

In der Prüfung: Das Jahr hat 360 Tage, jeder Monat 30. Der erste Tag zählt nicht mit, der letzte schon.

Beispielaufgabe

Ein Kapital von 12.000,00 € wird 90 Tage lang mit 6 % verzinst. Wie hoch sind die Zinsen?

12.000,00 € × 6 × 90 ÷ (100 × 360) = 180,00 €

Zinsen nach Monaten

Kapital × Zinssatz × Monate100 × 12
Erklärung und Beispiel

Dieselbe Rechnung, wenn die Laufzeit in vollen Monaten angegeben ist. Unten steht dann 12 statt 360.

In der Prüfung: Nicht Tage und Monate mischen: Entweder 90 Tage mit ÷ 360 oder 3 Monate mit ÷ 12.

Beispielaufgabe

Ein Kapital von 12.000,00 € wird 3 Monate lang mit 6 % verzinst. Wie hoch sind die Zinsen?

12.000,00 € × 6 × 3 ÷ (100 × 12) = 180,00 €

Verteilung, Durchschnitt und Prozent

Verteilungsrechnung

Anteil = Gesamtbetrag × VerteilungsschlüsselSumme der Schlüssel

Teilt einen Betrag nach einem Schlüssel auf: nach Fläche, Menge oder Köpfen.

Erklärung und Beispiel

Teilt einen Gesamtbetrag nach einem Schlüssel auf, etwa nach Fläche, Menge oder Anzahl der Personen. Jeder Anteil bekommt so viel, wie sein Schlüsselwert im Verhältnis zur Summe aller Schlüssel ausmacht.

In der Prüfung: Zuerst die Summe aller Schlüsselwerte bilden, dann jeden Anteil einzeln rechnen. Die Probe: Die Anteile müssen zusammen wieder den Gesamtbetrag ergeben.

Beispielaufgabe

3.000,00 € Lagerkosten werden nach Fläche verteilt: Bereich A hat 400 m², Bereich B 200 m². Was trägt Bereich A?

3.000,00 € × 400 m² ÷ 600 m² = 2.000,00 €Bereich B trägt die restlichen 1.000,00 €.

Durchschnitt

Summe der WerteAnzahl der Werte

Gewichtet: (Wert₁ × Menge₁ + Wert₂ × Menge₂) ÷ (Menge₁ + Menge₂).

Erklärung und Beispiel

Die Summe aller Werte geteilt durch ihre Anzahl. Sind die Werte unterschiedlich stark vertreten, wird gewichtet gerechnet.

In der Prüfung: Beim gewichteten Durchschnitt wird durch die Summe der Mengen geteilt, nicht durch die Anzahl der Werte.

Beispielaufgabe

Vier Filialen setzen 18.000, 22.000, 26.000 und 14.000 € um. Wie hoch ist der durchschnittliche Umsatz?

(18.000 € + 22.000 € + 26.000 € + 14.000 €) ÷ 4 = 20.000,00 €

Prozentwert

Grundwert × Prozentsatz100

Umgestellt: Prozentsatz = Prozentwert × 100 ÷ Grundwert. Grundwert = Prozentwert × 100 ÷ Prozentsatz.

Erklärung und Beispiel

Der Anteil, der auf einen Prozentsatz entfällt. Der Grundwert ist dabei immer das Ganze, also 100 %.

In der Prüfung: Erst klären, was der Grundwert ist. Bei „12 % mehr als im Vorjahr“ ist es das Vorjahr, nicht das laufende Jahr.

Beispielaufgabe

Ein Umsatz von 3.400,00 € soll um 12 % steigen. Wie hoch ist der Zuwachs?

3.400,00 € × 12 ÷ 100 = 408,00 €

Umsatzsteuer

Umsatzsteuer

Nettobetrag × Steuersatz100

Regelsatz 19 %, ermäßigt 7 % für Lebensmittel und Bücher.

Erklärung und Beispiel

Sie wird auf den Nettobetrag aufgeschlagen und mit der Rechnung an den Kunden weitergegeben. Der Betrieb führt sie ans Finanzamt ab.

In der Prüfung: Regelsatz 19 %, ermäßigt 7 % für Lebensmittel und Bücher. Welcher Satz gilt, steht meist nicht da; das musst du am Artikel erkennen.

Beispielaufgabe

Ein Artikel kostet netto 250,00 €. Wie hoch ist die Umsatzsteuer bei 19 %?

250,00 € × 19 ÷ 100 = 47,50 €Der Bruttopreis beträgt 297,50 €.

Nettobetrag aus dem Bruttobetrag

Bruttobetrag × 100119

Der Bruttobetrag entspricht 119 % des Nettobetrags; bei 7 % sind es 107 %, dann × 100 ÷ 107.

Erklärung und Beispiel

Der umgekehrte Weg: Aus dem Preis im Regal wird der Betrag ohne Steuer. Der Bruttobetrag entspricht 119 % des Nettobetrags.

In der Prüfung: Nicht einfach 19 % abziehen, das ergibt einen zu kleinen Wert. Die Steuer wird herausgerechnet, nicht abgezogen.

Beispielaufgabe

Ein Artikel kostet 357,00 € brutto. Wie hoch ist der Nettobetrag bei 19 % Umsatzsteuer?

357,00 € × 100 ÷ 119 = 300,00 €Bei 7 % wird stattdessen × 100 ÷ 107 gerechnet.

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